Schlagwort-Archive: Khalil Gibran

KURZGESCHICHTE: Bedauern, Khalil Gibran

Es traf einmal ein Philosoph einen Straßenfeger, der gerade seiner Arbeit nachging. Der Philosoph sagte zu dem Straßenfeger: „Ich bedauere dich. Hart und schmutzig ist dein Tagewerk.“ Worauf der Straßenfeger antwortete: „Vielen Dank, Herr. Aber sage mir, was für eine … Weiterlesen

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GEDICHTE: Die Stimmen der Natur, Khalil Gibran

  Wenn die Vögel singen, rufen sie dabei die Blumen des Feldes oder sprechen sie mit den Bäumen, oder ist ihr Gesang nur ein Widerhall dessen, was das Bächlein murmelt? Der Mensch mit all seiner Klugheit kann nicht verstehen, was … Weiterlesen

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GEDICHTE: Ein Vogel will sich in die Luft erheben…, Khalil Gibran

Ein Vogel will sich in die Luft erheben, selbst wenn sein Käfig golden wär. Ein Fluss gräbt sich seinen Weg ins Meer, selbst wenn ihn Dämme hindern wollten. Mein Herz ruft deinen Namen, selbst wenn du meinen vergessen würdest.

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GEDICHTE: Ihr sollt nicht…, Khalil Gibran

Ihr sollt nicht eure Flügel falten, damit ihr durch Türen kommt, noch eure Köpfe beugen, damit sie nicht gegen eine Decke stoßen, noch Angst haben zu atmen, damit die Mauern nicht bersten und einstürzen. Ihr sollt nicht in Gräbern wohnen, … Weiterlesen

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GEDICHTE: Liebe, Khalil Gibran

Wo immer sie auftritt ist die Liebe unser Herr und Meister. Sie ist nicht ausschweifende Lust, nicht Begierde des Fleisches, kein Splitter des Verlangens, im Widerstreit mit dem Ich, auch kein Teil des Fleisches, das gegen den Geist zu Felde … Weiterlesen

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GEDICHTE: Nachbarn, Khalil Gibran

Im Herbst sammelte ich alle meine Sorgen und vergrub sie in meinem Garten. Und als der April wiederkehrte und der Frühling kam, die Erde zu heiraten, da wuchsen in meinem Garten schöne Blumen, nicht zu vergleichen mit allen anderen Blumen. … Weiterlesen

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GEDICHTE: Das Lied der Blume, Khalil Gibran

  Ich bin ein Wort, das die Natur gesprochen Und dann zurückgenommen In ihrem Herzen barg, Um es ein zweites Mal zu äußern. Ich bin ein Stern, der einst vom blauen Himmel Auf einen grünen Teppich fiel. Ich bin der … Weiterlesen

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GEDICHTE: Schönheit, Khalil Gibran

Gesichtszüge, welche die Geheimnisse unserer Seele enthüllen, verleihen dem Gesicht Schönheit und Anmut, selbst wenn diese seelischen Geheimnisse schmerzlich und leidvoll sind. Gesichter hingegen, die – Masken gleich – verschweigen, was in ihrem Innern vorgeht, entbehren jeglicher Schönheit, selbst wenn … Weiterlesen

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GEDICHTE: Viele Königreiche, Khalil Gibran

Die Menschen sind geteilt in verschiedene Sippen und Stämme, sie gehören vielen Ländern und Städten an. Ich aber fühle mich fremd in allen diesen Gemeinschaften und zähle mich zu keiner der Siedlungen. Das All ist meine Heimat und die ganze … Weiterlesen

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GEDICHTE: Vom Reden, Khalil Gibran

Ihr redet wenn ihr aufhört, mit euren Gedanken in Frieden zu sein; Und wenn ihr nicht länger in der Einsamkeit eures Herzens verweilen könnt, lebt ihr mit euren Lippen, und das Wort ist euch Ablenkung und Zeitvertreib. In vielen eurer … Weiterlesen

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GEDICHTE: Von der Ehe, Khalil Gibran

Ihr wurdet zusammen geboren, und ihr werdet auf immer zusammen sein. Ihr werdet zusammen sein, wenn die weissen Flügel des Todes eure Tage scheiden. Ja, ihr werdet selbst im stummen Gedenken Gottes zusammen sein. Aber lasst Raum zwischen euch. Und … Weiterlesen

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GEDICHTE: Von der Freude und dem Leid, Khalil Gibran

  Eure Freude ist euer Leid ohne Maske. Und derselbe Brunnen, aus dem euer Lachen aufsteigt, war oft von euren Tränen erfüllt. Und wie könnte es anders sein? je tiefer sich das Leid in euer Sein eingräbt, desto mehr Freude … Weiterlesen

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GEDICHTE: Gib nicht auf!, Khalil Gibran

Gleiche nicht jenem, der am Kamin sitzt und wartet, bis das Feuer ausgeht, und dann umsonst in die erkaltete Asche bläst. Gib die Hoffnung nicht auf, und verzweifle nicht wegen vergangener Dinge! Unwiederbringliches zu beweinen, gehört zu den ärgsten Schwächen … Weiterlesen

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KURZGESCHICHTE: Ein Mann sprach zu einem anderen …, Khalil Gibran

Ein Mann sprach zu einem anderen: Vor langer Zeit schrieb ich mit der Spitze meines Stabs eine Zeile in den Sand – als die Flut kam; und die Menschen bleiben immer noch stehen, um die Worte zu lesen, und sie … Weiterlesen

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GEDICHTE: Eure Kinder, Khalil Gibran

Eure Kinder sind nicht eure Kinder. Sie sind die Söhne und die Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber. Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht. Ihr … Weiterlesen

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GEDICHTE: Vom ersten Kuss, Khalil Gibran

Der erste Kuss ist das Streifen der Lippen der Rose mit den zarten Fingern der Brise, in der man die Rose einen langen Seufzer der Erleichterung und ein sanftes Stöhnen von sich geben hört. Er ist die Vereinigung von zwei … Weiterlesen

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GEDICHTE: Von der Liebe, Khalil Gibran

Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer und steil. Und wenn ihre Flügel dich umhüllen, gib dich ihr hin, Auch wenn das unterm Gefieder versteckte Schwert dich verwunden kann. Und wenn sie zu dir spricht, … Weiterlesen

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GEDICHTE: Von Gott, Khalil Gibran

Als vor Zeiten der erste bebende Laut über meine Lippen drang, erklomm ich den heiligen Berg und sprach zu Gott. Und ich sagte: „Herr ich bin dein Diener. Dein geheimer Wille ist mein Gesetz, und ich folge dir immerdar.“ Aber … Weiterlesen

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GEDICHTE: Geben, Khalil Gibran

Ihr gebt nur wenig, wenn ihr von eurem Besitz gebt. Erst wenn ihr von euch selber gebt, gebt ihr wahrhaft. Denn was ist euer Besitz anderes als etwas, das ihr bewahrt und bewacht aus Angst, daß ihr es morgen brauchen … Weiterlesen

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GEDICHTE: Tadel, Khalil Gibran

Ich tadelte meine Seele siebenmal. Das erste Mal, als ich versuchte mich auf Kosten der Schwachen zu erhöhen. Das zweite Mal, als ich vor Verkrüppelten zu hinken vorgab. Das dritte Mal, als ich, vor die Wahl gestellt, das Leichte dem … Weiterlesen

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