Schlagwort-Archive: Joachim Ringelnatz (1883-1934)

GEDICHTE: Humorvolle Spinner, Joachim Ringelnatz (1883 – 1934)

Spinnete Köpfe, gescheit und begabt, Weil ihr einen Pieps, einen Vogel habt, Verlachen euch manche und meiden Euch. Ich mag euch leiden. Ein Piepvogel lebt so hoch und frei Über den Filzlatschen der Spießer. Der Spießer meint: Ein Bandwurm sei … Weiterlesen

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GEDICHTE: Abermals in Zwickau, Joachim Ringelnatz (1883 – 1934)

Rings um das Zwickauer Krankenstift Torkeln im Schnee fette Raben, Die wissen nicht, was Pulver und Gift Ist, und wie gut sie es haben. Es geht modern und freundlich zu In den sauberen Krankenstationen. Ich möchte gern einmal in Ruh … Weiterlesen

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GEDICHTE: Im Park, Joachim Ringelnatz (1883 – 1934)

Ein ganz kleines Reh stand am ganz kleinen Baum Still und verklärt wie im Traum. Das war des Nachts elf Uhr zwei. Und dann kam ich um vier Morgens wieder vorbei, Und da träumte noch immer das Tier. Nun schlich … Weiterlesen

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GEDICHTE: Heimatlose, Joachim Ringelnatz (1883-1934)

Ich bin fast Gestorben vor Schreck: In dem Haus, wo ich zu Gast War, im Versteck, Bewegte sich, regte sich, Plötzlich hinter einem Brett In einem Kasten neben dem Klosett Ohne Beinchen, Stumm, fremd und nett Ein Meerschweinchen. Sah mich … Weiterlesen

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GEDICHTE: Silvester, Joachim Ringelnatz (1883-1934)

Die Zeit verrinnt. Die Spinne spinnt in heimlichen Geweben. Wenn heute Nacht ein Jahr beginnt, beginnt ein neues Leben.

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GEDICHTE: Weihnachten, Joachim Ringelnatz (1883-1934)

Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle, mild, wie Wälderduft, die Weihnachtszeit, und ein schlichtes Glück streut auf die Schwelle schöne Blumen der Vergangenheit. Hand schmiegt sich an Hand im engen Kreise, und das alte Lied von Gott und Christ bebt durch Seelen … Weiterlesen

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GEDICHTE: Einsiedlers Heiliger Abend, Joachim Ringelnatz (1883-1934)

Ich hab‘ in den Weihnachtstagen Ich weiß auch warum – Mir selbst einen Christbaum geschlagen, Der ist ganz verkrüppelt und krumm. Ich bohrte ein Loch in die Diele Und steckte ihn da hinein Und stellte rings um ihn viele Flaschen … Weiterlesen

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GEDICHTE: Schenken, Joachim Ringelnatz (1883-1934)

Schenke groß oder klein, Aber immer gediegen. Wenn die Bedachten Die Gaben wiegen, Sei dein Gewißen rein. Schenke herzlich und frei. Schenke dabei Was in dir wohnt An Meinung, Geschmack und Humor, So daß die eigene Freude zuvor Dich reichlich … Weiterlesen

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HERBSTGEDICHTE…, Herbst, Joachim Ringelnatz (1883-1934)

Eine trübe, kalt feuchte Wagenspur: Das ist die herbstliche Natur. Sie hat geleuchtet, geduftet, und trug Ihre Früchte. Nun, ausgeglichen, Hat sie vom Kämpfen und Wachsen genug. Scheint’s nicht, als wäre alles Betrug Gewesen, was ihr entwichen? Das Händesinken in … Weiterlesen

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GEDICHTE: Ein Liebesbrief, Joachim Ringelnatz (1883-1934)

Von allen Seiten drängt ein drohend Grau Uns zu. Die Luft will uns vergehen. Ich aber kann des Himmels Blau, Kann alles Trübe sonnvergoldet sehen. Weil ich dich liebe, dich, du frohe Frau. Mag sein, dass alles Böse sich Vereinigt … Weiterlesen

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GEDICHT: Blues, Joachim Ringelnatz (1883-1934)

Wenn du nicht froh kannst denken, Obwohl nichts Hartes dich bedrückt, Sollst du ein Blümchen verschenken, Aufs Geratewohl von dir gepflückt. Irgendein staubiger, gelber, – Sei’s Hahnenfuß – vom Wegesrand. Und schenke das Blümchen dir selber Aus linker Hand an … Weiterlesen

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GEDICHTE: Jung sterben, Joachim Ringelnatz (1883-1934)

Jung sterben – in besten, noch hoffenden Jahren – Wie schön muss das sein! Du hättest nur Gutes, nur Frohes erfahren. Blieb Alles dein. Und es blieb an der Stätte, wo du begraben, Nur Liebe zurück. So gar nichts Trübes … Weiterlesen

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GEDICHTE: Zu dir, Joachim Ringelnatz (1883-1934)

Sie sprangen aus rasender Eisenbahn Und haben sich gar nicht weh getan. Sie wanderten über Geleise, Und wenn ein Zug sie überfuhr, Dann knirschte nichts. Sie lachten nur. Und weiter ging die Reise. Sie schritten durch eine steinerne Wand, Durch … Weiterlesen

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