Archiv der Kategorie: Gedichte

Schöne Gedichte

GEDICHTE: Fragen, Heinrich Heine,

Am Meer, am wüsten, nächtlichen Meer Steht ein Jüngling-Mann, Die Brust voll Wehmut, das Haupt voll Zweifel, Und mit düstern Lippen fragt er die Wogen: „O löst mir das Rätsel, Das qualvoll uralte Rätsel, Worüber schon manche Häupter gegrübelt, Häupter … Weiterlesen

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GEDICHTE: Gott versah uns mit zwei Händen, Heinrich Heine (1797 – 1856)

Gott versah uns mit zwei Händen, Daß wir doppelt Gutes spenden; Nicht um doppelt zuzugreifen Und die Beute aufzuhäufen In den großen Eisentruhn, Wie gewisse Leute tun –

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GEDICHTE: Der gefallene Engel, Christian Höppl (1826 – 1862)

In dem Chor der Engel, welche Vor dem Throne Gottes stehen, War ein Engel, milder, schöner Als die andern anzusehen. Ew’ge Ruhe, neigungslose, War in ihr Gesicht geschrieben, Ernst und Friede; nichts vom Hasse, Aber auch kein Zug vom Lieben. … Weiterlesen

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GEDICHTE: Mittag, Hermann Allmers (1821-1902)

Rings alles still – wohin man horcht und späht, Im schatt’gen Walde, wie auf lichter Flur; Nicht einmal eines einz’gen Vogels Laut, Kein Blattgesäusel, keines Hauches Wehn, Denn die Natur hält ihren Odem an. Weißglühend senkt die Sonne scheitelrecht Ihr … Weiterlesen

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GEDICHTE: Liebesbegegnung, Christian Höppl (1826 – 1862)

Ich dachte Dein in tiefer Nacht, Da leuchtete mit heller Macht, Mit plötzlicher, die Finsternis Und wurde klar wie Morgenpracht. Zu jener Stunde hat gewiß Dein Auge, Liebchen, auch gewacht, Zu jener Stunde hat gewiß In Liebe mein Dein Herz … Weiterlesen

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GEDICHTE: Ohne Dich, Christian Höppl (1826 – 1862), Philologe und Dichter

Es wogt der Strom vorbei, die Schiffe, Sie spiegeln in den Fluten sich, Der Nachen schwebt dahin so leise – Was soll der Strom mir ohne Dich? Es rauscht der Wind, die Blätter spielen Im leisen Abendhauch um mich; Des … Weiterlesen

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GEDICHTE: Im Walde, Justinus Kerner (1786 – 1862) – Dichter

Es tönt der Bach wie klagend Dem Wandersmanne sagend: In mir auch wohnt ein Leid. Es rauschen drein die Bäume, Erzählen ihre Träume Der grünen Einsamkeit. Der Vogel singt in Lüften Sein Leid aus, – aus in Düften Strömt es … Weiterlesen

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GEDICHTE: Nichts ist vollkommen auf dieser Welt, Heinrich Heine (1797 – 1856)

Nichts ist vollkommen auf dieser Welt, der Rose ist der Stachel beigesellt; ich glaube gar die lieben Engel im Himmel droben sind nicht ohne Mängel… Du bist, verehrte Frau, du selbst sogar Nicht fehlerfrei, nicht aller Mängel bar. Du schaust … Weiterlesen

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GEDICHTE: Anemone, Therese Dahn, (1845 -1929) Schriftstellerin

Sie sprießen licht aus Waldesnacht, Ohne reichen Duft, ohne Farbenpracht, Unter den großen, alten Bäumen, Über das Moos wie flutend Träumen: Wann der Wind vorüber streicht, Neigen sie ihre Köpfchen leicht, Aber wo die Sonne licht Durch die Blätterkronen bricht, … Weiterlesen

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GEDICHTE: Das macht den Menschen glücklich, Heinrich Heine (1797 – 1856)

Das macht den Menschen glücklich, Das macht den Menschen matt, Wenn er drei sehr schöne Geliebte Und nur zwei Beine hat. Der einen lauf ich des Morgens, Der andern des Abends nach; Die dritte kommt zu mir des Mittags Wohl … Weiterlesen

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GEDICHTE: Mülerad, Anonym

Dört hoch auf jenem berge da get ein mülerad, Das malet nichts denn liebe die nacht biß an den tag; die müle ist zerbrochen, die liebe hat ein end, so gsegen dich got, mein feines lieb! iez fahr ich ins … Weiterlesen

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FROHE PFINGSTEN …

Der Nachtigall Pfingstgesang Zu Pfingsten sang die Nachtigallnachdem sie Tau getrunken;die Rose hob beim hellen Schalldas Haupt, das ihr gesunken! O kommt ihr alle trinkt und speist,ihr Frühlingsfestgenossen,weil übers ird`sche Mal der Geistdes Herrn ist ausgegossen. Die Himmelsjünger groß und … Weiterlesen

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In stiller Trauer …

Erinnerungen sind kleine Sterne, die tröstend in das Dunkel unserer Trauer leuchten. In stiller Trauer, um meinen geliebten Bruder.

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GEDICHTE: Hast du noch nie …, Hermann Allmers, (1821-1902)

Hast du noch nie recht bitterlich geweint, das glühende Tränen dir hervorgedrungen, noch nie mit einem großen Schmerz gerungen, noch nie unsäglich elend dich gemeint? Hat hohe Freude nie dein Herz geschwellt, durchbrausten nie dich stolze Jubelklänge, das du fast … Weiterlesen

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GEDICHTE: Waldeinsamkeit, Hermann Allmers, (1821-1902)

O zaubergrüne Waldeseinsamkeit, Wo alte, dunkle Fichten stehn und träumen, Wo klare Bächlein über Kiesel schäumen In tief geheimer Abgeschiedenheit. Nur Herdenglockenlaut von Zeit zu Zeit, Und leises Säuseln oben in den Bäumen, Dann wieder Schweigen wie in Tempelräumen, O … Weiterlesen

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GEDICHTE: Heimliche Liebe, Anonym

Kein Feuer, keine Kohle kann brennen so heiß als heimliche Liebe, von der niemand nichts weiß. Keine Rose, keine Nelke kann blühen so schön, als wenn zwei verliebte Seelen beieinander tun stehn. Setze du mir einen Spiegel ins Herz mir … Weiterlesen

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GEDICHTE: Zwei Königskinder (16. Jh.)

Es waren zwei Königskinder, die hatten einander so lieb, sie konnten zusammen nicht kommen, das Wasser war viel zu tief. Herzliebster, kannst du nicht schwimmen? Herzlieb, schwimm herüber zu mir! Zwei Kerzen will ich hier anzünden, und die sollen leuchten … Weiterlesen

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GEDICHTE: Steigerlied, Anonym

Glück auf, Glück auf, der Steiger kommt, und er hat sein helles Licht bei der Nacht, und er hat sein helles Licht bei der Nacht schon angezünd’t, schon angezünd’t. Hat’s angezünd’t, das gibt ein‘ Schein, und damit so fahren wir … Weiterlesen

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GEDICHTE: Schneeglöckchen, Anonym

Die Sonne sah die Erde an, es ging ein milder Wind, und plötzlich stand Schneeglöckchen da, das fremde blasse Kind. Und plötzlich brach mit Pomp und Braus der alte Winter auf, die Wolken eilten pfeilgeschwind Zum dunklen Nord hinauf. Eisscholle … Weiterlesen

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GEDICHTE: Die Grippe und die Menschen, Anonym, 1920

Als Würger zieht im Land herum Mit Trommel und mit Hippe, Mit schauerlichem Bum, bum, bumm, Tief schwarz verhüllt die Grippe. Sie kehrt in jedem Hause ein und schneidet volle Garben – Viel rosenrote Jungfräulein Und kecke Burschen starben. Es … Weiterlesen

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