Archiv der Kategorie: Gedichte

Schöne Gedichte

GEDICHTE: Wenn dir Melodien, Joachim Ringelnatz, 1883-1934

Wenn dir Melodien Liebe Stunden wiederbringen, Laß mit freien Schwingen Deine Sehnsucht ziehn. Nimm das Glück wie einst, Das dir Träume gütig spinnen, Laß die Tränen rinnen, Wenn du weinst. Birg nicht Lust noch Gram. Nur der Reine fühlt aufs … Weiterlesen

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GEDICHTE: Neue Liebe, neues Leben, Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832

  Herz, mein Herz, was soll das geben? Was bedränget dich so sehr? Welch ein fremdes, neues Leben! Ich erkenne dich nicht mehr. Weg ist alles, was du liebtest Weg, warum du dich betrübtest, Weg dein Fleiß und deine Ruh … Weiterlesen

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GEDICHTE: Ich will dich leise leiten, Rainer Maria Rilke, 1875-1926

Bist du so müd? Ich will dich leise leiten aus diesem Lärm, der längst auch mich verdroß. Wir werden wund im Zwange dieser Zeiten. Schau, hinterm Wald, in dem wir schauernd schreiten, harrt schon der Abend wie ein helles Schloß. … Weiterlesen

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GEDICHTE: Du ziehst durch mein Leben wie ein spiegelnder Fluss, Max Dauthendey (1867-1918)

Du ziehst durch mein Leben wie ein spiegelnder Fluss, Trägst Berge davon mit silbernem Fuß. Wie der Herbsttag durchsichtig erhellst du die Welt; Du bist zart wie ein Blatt, das im Frost hinfällt, Kostbar vom Geblüt wie die Blume des … Weiterlesen

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GEDICHTE: Nie war die eine Liebesnacht…, Max Dauthendey (1867-1918)

Nie war die eine Liebesnacht In deinem Schoß der andern gleich, Dein Leib ist ein Septembermond An immer neuen Früchten reich. Die Brüste sind ein Traubenpaar, Und drinnen pocht der junge Wein, Die Augen sind ein Himmelstor Und lassen meine … Weiterlesen

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GEDICHTE: O wär‘ ich ein See…, Georg Friedrich Daumer (1800-1875)

O wär‘ ich ein See, so spiegelhell, Und du die Sonne, die ihm blickte! O wär‘ ich ein klarer Wiesenquell, Und du die Blume, die ihm nickte! O wär‘ ich ein grüner Rosendorn Und du die Rose, die ihn schmückte! … Weiterlesen

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GEDICHTE: Liebe, Amalie Krafft (1778-1852)

Liebe! Königin der Herzen! Was ist Deiner Freuden Glück? Bangend wechselt Lust und Schmerzen Oft in einem Augenblick! Dornbegränzt sind Deine Blüthen, Tiefes Weh‘ ist dessen Loos: Der Dich tauscht für Herzens-Frieden, Bis er ruht in Grabes-Schoos. Schmerzensvoll ist Dein … Weiterlesen

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GEDICHTE: Botschaft, Georg Friedrich Daumer (1800-1875)

Wehe, Lüftchen, lind und lieblich Um die Wange der Geliebten, Spiele zart in ihrer Locke, Eile nicht, hinweg zu fliehn! Tut sie dann vielleicht die Frage, Wie es um mich Armen stehe, Sprich: Unendlich war sein Wehe, Höchst bedenklich seine … Weiterlesen

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GEDICHTE: Der rechte Barbier, Adelbert von Chamisso

http://www.hoyer-rostock.lima-city.de „Und soll ich nach Philisterart Mir Kinn und Wange putzen, So will ich meinen langen Bart Den letzten Tag noch nutzen; Ja, ärgerlich, wie ich nun bin, Vor meinem Groll, vor meinem Kinn Soll mancher noch erzittern. Holla! Herr … Weiterlesen

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GEDICHTE: Das Schloß der Väter, Adelbert von Chamisso

Ich träum‘ als Kind mich zurücke, Und schüttle mein greises Haupt; Wie sucht ihr mich heim, ihr Bilder, Die lang‘ ich vergessen geglaubt? Hoch ragt aus schatt’gen Gehegen Ein schimmerndes Schloß hervor, Ich kenne die Türme, die Zinnen, Die steinerne … Weiterlesen

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GEDICHTE: Das Riesenspielzeug, Adelbert von Chamisso

http://www.goethezeitportal.de Burg Nideck ist im Elsaß der Sage wohl bekannt, Die Höhe, wo vor Zeiten die Burg der Riesen stand; Sie selbst ist nun verfallen, die Stätte wüst und leer; Du fragest nach den Riesen, du findest sie nicht mehr. … Weiterlesen

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GEDICHTE: Die alte Waschfrau, Adelbert von Chamisso (1781 bis 1838)

Du siehst geschäftig bei den Linnen Die Alte dort im weißen Haar, Die rüstigste der Wäscherinnen, Im sechsundsiebenzigsten Jahr. So hat sie stets mit saurem Schweiß Ihr Brot in Ehr‘ und Zucht gegessen Und ausgefüllt mit treuem Fleiß Den Kreis, … Weiterlesen

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GEDICHTE: Vom Auge, Ignaz Franz Castelli (1781 bis 1862)

Es sind zwei kleine Fensterlein In einem großen Haus, Da schaut die ganze Welt hinein, Die ganze Welt heraus. Ein Maler sitzet immer dort, Kennt seine Kunst genau, Malt alle Dinge fort und fort Weiß, schwarz, rot, grün und blau. … Weiterlesen

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GEDICHTE: Stavoren, Adolf Böttger

Im Südersee gen Westen lag mitten auf dem Meer Ein Eiland grün und blühend, wie keines rund umher; Drauf ragt die Stadt Stavoren, an Gold und Silber reich, Die größte aller Städte, sie kommen ihr nicht gleich. Einst lebte dort … Weiterlesen

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GEDICHTE: Was dich erfreut, was dich bewegt, Adolf Böttger (1815 bis 1870)

Was dich erfreut, was dich bewegt, Verschließ es treu in deiner Brust, Der scheelen Blicke Neid erregt Des Frohsinns blumenheitre Lust. Das Herz, von Liebe still umhegt, Treibt Blüt‘ und Früchte fort und fort, Die keines Wetters Blitz zerschlägt, Die … Weiterlesen

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GEDICHTE: Jetzt ganz im stillen die Felder reifen, Max Dauthendey

Nun beugen sich im Feld die Ähren, Und junge Äpfel die Zweige beschweren, Rote Kirschen sitzen im Baum und lachen; Kannst Freude schmecken und ’s Auge zumachen. Jetzt ganz im stillen die Felder reifen, Und Feld und Garten mit Früchten … Weiterlesen

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GEDICHTE: Das Dunkel sitzt in den Toren, Max Dauthendey (1867 bis 1918)

Zur Nachtzeit wachsen den Gassen, Den Winkeln heimliche Ohren. Das Dunkel steht gelassen Und horchend unter Toren. Denn was die Füße der Leute, Die übers Pflaster klappern, Am Tage schwätzten heute, Das möchten die Steine plappern. Dann hörst Du Schritte … Weiterlesen

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GEDICHTE: Gefaltete Hände, Anna Ritter

Es hat mich heut nicht schlafen lassen – Das alte Weh kam über mich, Daß ich mit heimatlosen Schritten Mich an des Kindes Bettchen schlich. Da sank ich hin in dunkler Nacht Und habe in die weißen Kissen In wildem … Weiterlesen

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GEDICHTE: Erinnerung, Anna Ritter (1865 bis 1921)

Wie wohl zur Abendzeit des Windes Welle Noch einen Nachhall froher Lieder wiegt, Und auf des Himmels schon umflorter Schwelle Der Sonne letzte, rote Rose liegt, So halte ich im innersten Gemüte Dein Wesen noch, und meine Seele neigt Sich … Weiterlesen

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GEDICHTE: Glück der Liebe, Charlotte von Ahlefeld (1781-1849)

Einem Schmetterlinge gleicht die Liebe; Wie er flatternd über Blumen schwebt, So entflieht sie oft auf leichten Schwingen, Und nur selten kehrt sie uns zurück. Um gewaltsam ihre Flucht zu hemmen, Strebt das kranke Herz mit leisem Weh; Möcht’ ihr … Weiterlesen

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