Archiv der Kategorie: Gedichte

Schöne Gedichte

GEDICHTE: Auf dem Wege zum Licht, Peter Rosegger (1843 -1918) – Österreichischer Dichter

Auf dem Wege zum Licht lasset keinen zurück. Führt jeden mit euch, der vergessen vom Glück. Dem die Ampel verlosch, dem die Glut nie gebrannt, Das Kind, das den leitenden Stern nie gekannt. Sie taumeln in Nacht und Verlassenheit. – … Weiterlesen

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GEDICHTE: Die Ameisen, Joachim Ringelnatz (1883-1934)

In Hamburg lebten zwei Ameisen, Die wollten nach Australien reisen. Bei Altona auf der Chaussee Da taten ihnen die Beine weh, Und da verzichteten sie weise Dann auf den letzten Rest der Reise. So will man oft und kann doch … Weiterlesen

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GEDICHTE: Das ewig Weibliche, Fred Endrikat (1890-1942)

Es streiten sich die großen Philosophen seit alters her schon um das Thema Frau. Per eine singt ihr Lied in schönsten Strophen, der andre wünscht sie in den Höllenofen. Nur leider stimmt das meiste nicht genau. Das Thema lässt sich … Weiterlesen

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GEDICHTE: Nichts anzuziehen –!, Kurt Tucholsky (1890-1935)

Ich steh schon eine halbe Stunde lang vor diesem gefüllten Kleiderschrank. Was ziehe ich heute nachmittag an –? Jedes Kleid erinnert mich … also jedes erinnert mich an einen Mann. In diesem Sportkostüm ritt ich den Pony. In diesem braunen … Weiterlesen

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GEDICHTE: Nähe der lieben Frau, Othello von Plaenckner (1797-1847)

Ich denke dein, wenn aus den Wolken oben Der Donner kracht! Oft hast du’s ja, mit Schelten und mit Toben, Ihm nachgemacht. Ich sehe dich, wenn unser Weiberspittel Spazieren geht, Wenn um die Säbelbeine flott der Kittel Im Weste weht. … Weiterlesen

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GEDICHTE: Schöne Fraun mit schönen Katzen, Joachim Ringelnatz (1883-1934)

Schöne Fraun und Katzen pflegen Häufig Freundschaft, wenn sie gleich sind, Weil sie weich sind Und mit Grazie sich bewegen. Weil sie leise sich verstehen, Weil sie selber leise gehen, Alles Plumpe oder Laute Fliehen und als wohlgebaute Wesen stets … Weiterlesen

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GEDICHTE: Schillers Lob der Frauen (Parodie), August Wilhelm Schlegel (1767-1845)

Ehret die Frauen! Sie stricken die Strümpfe, Wollig und warm, zu durchwaten die Sümpfe, Flicken zerrissene Pantalons aus; Kochen dem Manne die kräftigen Suppen, Putzen den Kindern die niedlichen Puppen, Halten mit mäßigem Wochengeld Haus. Doch der Mann, der tölpelhafte … Weiterlesen

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GEDICHTE: Das kleine Volk, Heinrich Heine

In einem Pißpott kam er geschwommen, Hochzeitlich geputzt, hinab den Rhein. Und als er nach Rotterdam gekommen, Da sprach er: »Juffräuken, willst du mich frein? Ich führe dich, geliebte Schöne, Nach meinem Schloß, ins Brautgemach; Die Wände sind eitel Hobelspäne, … Weiterlesen

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GEDICHTE: Wochenbrevier, Fred Endrikat (1890-1942)

Am Montag fängt die Woche an. Am Montag ruht der brave Mann, das taten unsre Ahnen schon. Wir halten streng auf Tradition. Am Dienstag hält man mit sich Rat. Man sammelt Mut und Kraft zur Tat. Bevor man anfängt, eins, … Weiterlesen

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GEDICHTE: Bestimmung, Wilhelm Busch (1832-1908),

Ein Fuchs von flüchtiger Moral Und unbedenklich, wenn er stahl, Schlich sich bei Nacht zum Hühnerstalle Von einem namens Jochen Dralle, Der, weil die Mühe ihn verdross, Die Tür mal wieder nicht verschloss. Er hat sich, wie er immer pflegt, … Weiterlesen

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GEDICHTE: Das Fräulein stand am Meere, Heinrich Heine

Das Fräulein stand am Meere Und seufzte lang und bang, Es rührte sie so sehre Der Sonnenuntergang. Mein Fräulein! sein Sie munter, Das ist ein altes Stück; Hier vorne geht sie unter Und kehrt von hinten zurück.

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GEDICHTE: Fink und Frosch, Wilhelm Busch (1832-1908),

Auf leichten Schwingen frei und flink Zum Lindenwipfel flog der Fink Und sang an dieser hohen Stelle Sein Morgenlied so glockenhelle. Ein Frosch, ein dicker, der im Grase Am Boden hockt, erhob die Nase, Strich selbstgefällig seinen Bauch Und denkt: … Weiterlesen

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GEDICHTE: Die Entwicklung der Menschheit, Erich Kästner (1899 – 1974)

Einst haben die Kerls auf den Bäumen gehockt, behaart und mit böser Visage. Dann hat man sie aus dem Urwald gelockt und die Welt asphaltiert und aufgestockt, bis zur dreißigsten Etage. Da saßen sie nun, den Flöhen entflohn, in zentralgeheizten … Weiterlesen

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GEDICHTE: Täglich zu singen, Matthias Claudius (1740-1815)

Ich danke Gott, und freue mich Wie’s Kind zur Weihnachtsgabe, Daß ich bin, bin! Und daß ich dich, Schön menschlich Antlitz! habe; Daß ich die Sonne, Berg und Meer, Und Laub und Gras kann sehen, Und abends unterm Sternenheer Und … Weiterlesen

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GEDICHTE: Wiegenlied für meinen Jungen, Richard Dehmel (1863-1920)

Schlaf, mein Küken; Racker, schlafe! Kuck: im Spiegel stehn zwei Schafe, bläkt ein großes, mäkt ein kleines, und das kleine, das ist meines! Bengel, Bengel, brülle nicht, du verdammter Strampelwicht. Still, mein süßes Engelsfüllen: morgen regnet′ s Zuckerpillen, übermorgen blanke … Weiterlesen

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GEDICHTE: Lied vom Meer, Rainer Maria Rilke, (1875-1926),

Uraltes Wehn vom Meer, Meerwind bei Nacht: Du kommst zu keinem her; Wenn einer wacht, So muß er sehn, wie er Dich übersteht: Uraltes Wehn vom Meer, Welches weht Nur wie für Urgestein, Lauter Raum Reißend von weit herein. O … Weiterlesen

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GEDICHTE: Doppelte Freude, Wilhelm Busch, (1832-1908)

Ein Herr warf einem Bettelmann Fünf Groschen in den Felber. Das tat dem andern wohl, und dann Tat es auch wohl ihm selber. Der eine, weil er gar so gut, Kann sich von Herzen loben; Der andre trinkt sich frischen … Weiterlesen

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GEDICHTE: Ich sehe Dich in tausend Bildern, Maria, Novalis (1772 – 1801)

Ich sehe dich in tausend Bildern, Maria, lieblich ausgedrückt, Doch keins von allen kann dich schildern, Wie meine Seele dich erblickt. Ich weiß nur, daß der Welt Getümmel Seitdem mir wie ein Traum verweht, Und ein unnennbar süßer Himmel Mir … Weiterlesen

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GEDICHTE: Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren, Novalis

Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren sind Schlüssel aller Kreaturen wenn die, so singen oder küssen, mehr als die Tiefgelehrten wissen, wenn sich die Welt ins freie Leben und in die Welt wird zurückbegeben, wenn dann sich wieder Licht und … Weiterlesen

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GEDICHTE: Die Flaschen sind leer, das Frühstuck war gut, Heinrich Heine

Die Flaschen sind leer, das Frühstück war gut, Die Dämchen sind rosig erhitzet; Sie lüften das Mieder mit Uebermuth, Ich glaube sie sind bespitzet. Die Schulter wie weiß, die Brüstchen wie nett! Mein Herz erbebet vor Schrecken. Nun werfen sie … Weiterlesen

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