CHRISTI HIMMELFAHRT UND… VATERTAG

Christi Himmelfahrt ist nicht nur Vatertag, sondern es ist einer der Hohen Feiertage des Christentums.

„Er ist am dritten Tag auferstanden
nach der Schrift und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wiederkommen in Herrlichkeit
zu richten die Lebenden und die Toten;
seiner Herrschaft wird kein Ende sein.“

Das Lukas-Evangelium wie auch die Apostelgeschichte berichtet darüber, dass Jesus, nachdem er am Ostertag von den Toten auferstanden war, mit seinen Jüngern gesprochen hatte, und vor ihren Augen emporgehoben, von einer Wolke aufgenommen und ihren Blicken entzogen wurde. Den Aposteln erwies er sich nach seinem Leiden auch durch viele Beweise als lebendig, indem er ihnen während vierzig Tagen erschien und über das Reich Gottes sprach. Christi Himmelfahrt ist immer an einem Donnerstag. Es ist der 40. Tag nach dem Ostersonntag.

Ursprünglich war Christi Himmelfahrt zusammen mit Pfingsten gefeiert worden. Erst um 370 setzte sich die Chronologie des Lukasevangeliums durch, den 40. Tag nach Ostern als eigenständiges Fest zu begehen. Traditionell seit dem 4. Jahrhundert sind in der katholischen Kirche die drei Tage vorher „Bitt-Tage“. An diesen drei Tagen vor Christi Himmelfahrt wurde in langen Bittprozessionen von Ort zu Ort für eine gute Ernte gebetet. In manchen katholischen Orten werden noch heute kleinere Flurprozessionen abgehalten. Die Gläubigen und der Priester gehen mit einen voran getragenen Kreuz durch die Felder und beten. Der Tag endet dann mit Essen und Trinken, mit Tanz, Musik, Wettkämpfen oder Geschicklichkeitsspielen.

Im Mittelalter wurde in der Kirche eine Christusfigur in das Gewölbe hinauf gezogen und dann regnete es aus dem Gewölbehimmel Blumen. Bis heute wird oft an diesem Tag die Osterkerze ausgeblasen, die in der Osternacht entzündet und geweiht worden ist. An Christi Himmelfahrt wird nur Fleisch von Geflügel (fliegendes Fleisch) gegessen.

Seit alters her waren an Himmelfahrtstag Flurumgänge und -umritte üblich. Dieser Volksbrauch hat seine Wurzeln auch in dem christlichen Feiertag. Einige behaupten, dass es die Wurzeln eines germanischen Rechtsbrauchs wäre, wonach der Grundeigentümer einmal im Jahr seinen Besitz umschreiten musste, um den Besitzanspruch aufrechtzuerhalten. Andere wiederum behaupten, dass es eine Imitation des Gangs der elf Jünger zum Ölberg ist zum Zweck ihrer Aussendung, der sogenannten Apostelprozession (Matthäusevangelium 28, 16 – 17). Eine weitere Erklärung ist die Erinnerung an die vom Papst Leo III. eingerichteten Bittprozessionen. Schon im Mittelalter waren diese Umgänge zu Touren verkommen, bei denen der Alkohol reichlicher floss als das Weihwasser.

Im 19. Jahrhundert (1865) entwickelten sich daraus die Herrenpartien oder Schinkentouren. Nach Einführung des Muttertages wurde der Vatertag als Gegenstück begangen. In den USA wird der Vatertag seit 1916 gefeiert. Zurückzuführen ist dieser Feiertag auf Louisa Dodd, deren Vater im Sezessionskrieg 1861 – 1865 gekämpft hatte. Sie rief 1910 eine Bewegung, zur Ehrung von Vätern, ins Leben. In Deutschland entwickelte sich Christi Himmelfahrt zum Vatertag, auch als Männertag oder Herrentag bezeichnet. An diesem Tag werden Kutschfahrten, Fahrradtouren, Wanderungen in die Natur oder Tagesausflüge mit der ganzen Familie gemacht. Dabei spielt leider der Alkoholkonsum eine große Rolle.


Foto: Dommy / Photocase

Tief im innersten Gemüte

Tief im innersten Gemüte
Fühlen wir, wie Deine Güte
Immerdar an uns gedacht.
Alles, alles was wir haben,
Sind ja Deiner Liebe Gaben,
Opfer, die du uns gebracht.
Darum steigt aus Herzensgrunde
Heut in dieser Morgenstunde
Auf zum Höchsten unser Flehe:
Gib, o Herr, gib Heil und Segen
Unserm Vater allerwegen,
Gib ihm Glück und Wohlergehn!
Nur der höchste Herr der Welten
Kann, was du getan, vergelten,
Kann der Tugend Lohn verleihn.
Doch wir wollen uns bestreben,
In dem ganzen Erdenleben
Deiner Liebe wert zu sein.

(Friedrich Roeber, 1819 – 1901)

Ich wünsche ALLEN einen gesegneten Christi Himmelfahrt Tag und

ALLEN Vätern einen schönen Vatertag.

LG
Gabriele

Über Gabryon

Ich male mir mein Leben bunt. Wie der Wind… Vom Sternzeichen bin ich Wassermann und somit ein Luftzeichen. Ich bin praktisch und kreativ veranlagt und philosophiere gerne. Ich mag die Natur, Mensch und Tier. Meine Interessen sind sehr vielseitig und ich will es nicht darauf reduzieren, was ich besonders gerne mag. Das eine liegt mir an manchen Tagen mehr als das andere und ich habe es zumindest ausprobiert, um zu entscheiden, ob es für mich etwas ist oder nicht. Geht nicht, gibt es bei mir nicht. Es gibt immer Wege und Möglichkeiten, es zu tun oder zu lassen. Ich bin wie der Wind. Unterschätze nie die Kraft des Windes.
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