Der Rabbi von Bacherach. Ein Fragment,… Heinrich Heine…

Porträt eines Rabbiners von Rembrandt van Rijn, ca. 1640–1645

Unterhalb des Rheingaus, wo die Ufer des Stromes
ihre lachende Miene verlieren, Berg und Felsen mit
ihren abenteuerlichen Burgminen sich trotziger gebär-
den und eine wildere, ernstere Herrlichkeit empor-
steigt, dort liegt, wie eine schaurige Sage der Vorzeit,
die finstre, uralte Stadt Bacherach. Nicht immer
waren so morsch und verfallen diese Mauern mit
ihren zahnlosen Zinnen und blinden Warttürmchen, in
deren Luken der Wind pfeift und die Spatzen nisten;
in diesen armselig häßlichen Lehmgassen, die man
durch das zerrissene Tor erblickt, herrschte nicht
immer jene öde Stille, die nur dann und wann unter-
brochen wird von schreienden Kindern, keifenden
Weibern und brüllenden Kühen. Diese Mauern waren
einst stolz und stark, und in diesen Gassen bewegte
sich frisches, freies Leben, Macht und Pracht, Lust
und Leid, viel Liebe und viel Haß. Bacherach gehörte
einst zu jenen Munizipien, welche von den Römern
während ihrer Herrschaft am Rhein gegründet wor-
den, und die Einwohner, obgleich die folgenden Zei-
ten sehr stürmisch und obgleich sie späterhin unter
hohenstaufischer und zuletzt unter Wittelsbacher
Oberherrschaft gerieten, wußten dennoch, nach dem
Beispiel andrer rheinischen Städte, ein ziemlich freies
Gemeinwesen zu erhalten. Dieses bestand aus einer
Verbindung einzelner Körperschaften, wovon die der
patrizischen Altbürger und die der Zünfte, welche
sich wieder nach ihren verschiedenen Gewerken un-
terabteilten, beiderseitig nach der Alleinmacht rangen,
so daß sie sämtlich nach außen, zu Schutz und Trutz
gegen den nachbarlichen Raubadel, fest verbunden
standen, nach innen aber, wegen streitender Interes-
sen, in beständiger Spaltung verharrten; und daher
unter ihnen wenig Zusammenleben, viel Mißtrauen,
oft sogar tätliche Ausbrüche der Leidenschaft. Der
herrschaftliche Vogt saß auf der hohen Burg Sareck,
und wie sein Falke schoß er herab, wenn man ihn rief,
und auch manchmal ungerufen. Die Geistlichkeit
herrschte im Dunkeln durch die Verdunkelung des
Geistes. Eine am meisten vereinzelte, ohnmächtige
und vom Bürgerrechte allmählich verdrängte Körper-
schaft war die kleine Judengemeinde, die schon zur
Römerzeit in Bacherach sich niedergelassen und spä-
terhin, während der großen Judenverfolgung, ganze
Scharen flüchtiger Glaubensbrüder in sich aufgenom-
men hatte.
Die große Judenverfolgung begann mit den
Kreuzzügen und wütete am grimmigsten um die Mitte
des vierzehnten Jahrhunderts, am Ende der großen
Pest, die, wie jedes andre öffentliche Unglück, durch
die Juden entstanden sein sollte, indem man
behauptete, sie hätten den Zorn Gottes herabgeflucht
und mit Hülfe der Aussätzigen die Brunnen vergiftet.
Der gereizte Pöbel, besonders die Horden der Flagel-
lanten, halbnackte Männer und Weiber, die, zur Buße
sich selbst geißelnd und ein tolles Marienlied sin-
gend, die Rheingegend und das übrige Süddeutsch-
land durchzogen, ermordeten damals viele tausend
Juden oder marterten sie oder tauften sie gewaltsam.
Eine andere Beschuldigung, die ihnen schon in frühe-
rer Zeit, das ganze Mittelalter hindurch bis Anfang
des vorigen Jahrhunderts, viel Blut und Angst kostete,
das war das läppische, in Chroniken und Legenden
bis zum Ekel oft wiederholte Märchen, daß die Juden
geweihte Hostien stählen, die sie mit Messern
durchstächen, bis das Blut herausfließe, und daß sie
an ihrem Paschafeste Christenkinder schlachteten, um
das Blut derselben bei ihrem nächtlichen Gottesdien-
ste zu gebrauchen. Die Juden, hinlänglich verhaßt
wegen ihres Glaubens, ihres Reichtums und ihrer
Schuldbücher, waren an jenem Festtage ganz in den
Händen ihrer Feinde, die ihr Verderben nur gar zu
leicht bewirken konnten, wenn sie das Gerücht eines
solchen Kindermords verbreiteten, vielleicht gar einen
blutigen Kinderleichnam in das verfernte Haus eines
Juden heimlich hineinschwärzten und dort nächtlich
die betende Judenfamilie überfielen, wo alsdann ge-
mordet, geplündert und getauft wurde und große
Wunder geschahen durch das vorgefundene tote Kind,
welches die Kirche am Ende gar kanonisierte. Sankt
Werner ist ein solcher Heiliger, und ihm zu Ehren
ward zu Oberwesel jene prächtige Abtei gestiftet, die
jetzt am Rhein eine der schönsten Ruinen bildet und
mit der gotischen Herrlichkeit ihrer langen, spitzbögi-
gen Fenster, stolz emporschießender Pfeiler und
Steinschnitzeleien uns so sehr entzückt, wenn wir an
einem heitergrünen Sommertage vorbeifahren und
ihren Ursprung nicht kennen. Zu Ehren dieses Heili-
gen wurden am Rhein noch drei andre große Kirchen
errichtet und unzählige Juden getötet oder mißhandelt.
Dies geschah im Jahre 1287, und auch zu Bacherach,
wo eine von diesen Sankt-Werners-Kirchen gebaut
wurde, erging damals über die Juden viel Drangsal
und Elend. Doch zwei Jahrhunderte seitdem blieben
sie verschont von solchen Anfällen der Volkswut, ob-
gleich sie noch immer hinlänglich angefeindet und be-
droht wurden.
Je mehr aber der Haß sie von außen bedrängte,
desto inniger und traulicher wurde das häusliche Zu-
sammenleben, desto tiefer wurzelte die Frömmigkeit
und Gottesfurcht der Juden von Bacherach. Ein Mu-
ster gottgefälligen Wandels war der dortige Rabbiner,
genannt Rabbi Abraham, ein noch jugendlicher
Mann, der aber weit und breit wegen seiner Gelahrt-
heit berühmt war. Er war geboren in dieser Stadt, und
sein Vater, der dort ebenfalls Rabbiner gewesen, hatte
ihm in seinem Letzten Willen befohlen, sich demsel-
ben Amt zu widmen und Bacherach nie zu verlassen,
es seie denn wegen Lebensgefahr. Dieser Befehl und
ein Schrank mit seltenen Büchern war alles, was sein
Vater, der bloß in Armut und Schriftgelahrtheit lebte,
ihm hinterließ. Dennoch war Rabbi Abraham ein sehr
reicher Mann; verheuratet mit der einzigen Tochter
seines verstorbenen Vaterbruders, welcher den Juwe-
lenhandel getrieben, erbte er dessen große Reichtü-
mer. Einige Fuchsbärte in der Gemeinde deuteten dar-
auf hin, als wenn der Rabbi eben des Geldes wegen
seine Frau geheuratet habe. Aber sämtliche Weiber
widersprachen und wußten alte Geschichten zu erzäh-
len: wie der Rabbi schon vor seiner Reise nach Spani-
en verliebt gewesen in Sara – man hieß sie eigentlich
die schöne Sara – und wie Sara sieben Jahre warten
mußte, bis der Rabbi aus Spanien zurückkehrte,
indem er sie gegen den Willen ihres Vaters und selbst
gegen ihre eigne Zustimmung durch den Trauring ge-
heuratet hatte. Jedweder Jude nämlich kann ein jüdi-
sches Mädchen zu seinem rechtmäßigen Eheweibe
machen, wenn es ihm gelang, ihr einen Ring an den
Finger zu stecken und dabei die Worte zu sprechen:
»Ich nehme dich zu meinem Weibe nach den Sitten
von Moses und Israel!« Bei der Erwähnung Spaniens
pflegten die Fuchsbärte auf eine ganz eigne Weise zu
lächeln, und das geschah wohl wegen eines dunkeln
Gerüchts, daß Rabbi Abraham auf der hohen Schule
zu Toledo zwar emsig genug das Studium des göttli-
chen Gesetzes getrieben, aber auch christliche Ge-
bräuche nachgeahmt und freigeistige Denkungsart
eingesogen habe, gleich jenen spanischen Juden, die
damals auf einer außerordentlichen Höhe der Bildung
standen. Im Innern ihrer Seele aber glaubten jene
Fuchsbärte sehr wenig an die Wahrheit des angedeu-
teten Gerüchts. Denn überaus rein, fromm und ernst
war seit seiner Rückkehr aus Spanien die Lebenswei-
se des Rabbi, die kleinlichsten Glaubensgebräuche
übte er mit ängstlicher Gewissenhaftigkeit, alle Mon-
tag und Donnerstag pflegte er zu fasten, nur am Sab-
bat oder anderen Feiertagen genoß er Fleisch und
Wein, sein Tag verfloß in Gebet und Studium, des
Tages erklärte er das göttliche Gesetz im Kreise der
Schüler, die der Ruhm seines Namens nach Bacher-
ach gezogen, und des Nachts betrachtete er die Sterne
des Himmels oder die Augen der schönen Sara. Kin-
derlos war die Ehe des Rabbi; dennoch fehlte es nicht
um ihn her an Leben und Bewegung. Der große Saal
seines Hauses, welches neben der Synagoge lag, stand
offen zum Gebrauche der ganzen Gemeinde: hier ging
man aus und ein ohne Umstände, verrichtete schleuni-
ge Gebete oder holte Neuigkeiten oder hielt Beratung
in allgemeiner Not; hier spielten die Kinder am
Sabbatmorgen, während in der Synagoge der wö-
chentliche Abschnitt verlesen wurde; hier versammel-
te man sich bei Hochzeit- und Leichenzügen und
zankte sich und versöhnte sich; hier fand der Frie-
rende einen warmen Ofen und der Hungrige einen ge-
deckten Tisch. Außerdem bewegten sich um den
Rabbi noch eine Menge Verwandte, Brüder und
Schwestern mit ihren Weibern und Kindern, so wie
auch seine und seiner Frau gemeinschaftliche Ohme
und Muhmen, eine weitläuftige Sippschaft, die alle
den Rabbi als Familienhaupt betrachteten, im Hause
desselben früh und spät verkehrten und an hohen
Festtagen sämtlich dort zu speisen pflegten. Solche
gemeinschaftliche Familienmahle im Rabbinerhause
fanden ganz besonders statt bei der jährlichen Feier
des Pascha, eines uralten, wunderbaren Festes, das
noch jetzt die Juden in der ganzen Welt am Vorabend
des vierzehnten Tages im Monat Nissen, zum ewigen
Gedächtnisse ihrer Befreiung aus ägyptischer Knecht-
schaft, folgendermaßen begehen:
Sobald es Nacht ist, zündet die Hausfrau die Lich-
ter an, spreitet das Tafeltuch über den Tisch, legt in
die Mitte desselben drei von den platten ungesäuerten
Bröten, verdeckt sie mit einer Serviette und stellt auf
diesen erhöhten Platz sechs kleine Schüsseln, worin
symbolische Speisen enthalten, nämlich ein Ei, Lat-
tich, Mairettichwurzel, ein Lammknochen und eine
braune Mischung von Rosinen, Zimmet und Nüssen.
An diesen Tisch setzt sich der Hausvater mit allen
Verwandten und Genossen und liest ihnen vor aus
einem abenteuerlichen Buche, das die Agade heißt
und dessen Inhalt eine seltsame Mischung ist von
Sagen der Vorfahren, Wundergeschichten aus Ägyp-
ten, kuriosen Erzählungen, Streitfragen, Gebeten und
Festliedern. Eine große Abendmahlzeit wird in die
Mitte dieser Feier eingeschoben, und sogar während
des Vorlesens wird zu bestimmten Zeiten etwas von
den symbolischen Gerichten gekostet, so wie alsdann
auch Stückchen von dem ungesäuerten Brote gegessen
und vier Becher roten Weins getrunken werden. Weh-
mütig heiter, ernsthaft spielend und märchenhaft ge-
heimnisvoll ist der Charakter dieser Abendfeier, und
der herkömmlich singende Ton, womit die Agade von
dem Hausvater vorgelesen und zuweilen chorartig von
den Zuhörern nachgesprochen wird, klingt so schauer-
voll innig, so mütterlich einlullend und zugleich so
hastig aufweckend, daß selbst diejenigen Juden, die
längst von dem Glauben ihrer Väter abgefallen und
fremden Freuden und Ehren nachgejagt sind, im tief-
sten Herzen erschüttert werden, wenn ihnen die alten,
wohlbekannten Paschaklänge zufällig ins Ohr drin-
gen.
Im großen Saale seines Hauses saß einst Rabbi
Abraham und mit seinen Anverwandten, Schülern und
übrigen Gästen beging er die Abendfeier des Pascha-
festes. Im Saale war alles mehr als gewöhnlich blank;
über den Tisch zog sich die buntgestickte Seiden-
decke, deren Goldfransen bis auf die Erde hingen;
traulich schimmerten die Tellerchen mit den symboli-
schen Speisen sowie auch die hohen weingefüllten
Becher, woran als Zierat lauter heilige Geschichten
von getriebener Arbeit; die Männer saßen in ihren
Schwarzmänteln und schwarzen Platthüten und wei-
ßen Halsbergen; die Frauen, in ihren wunderlich glit-
zernden Kleidern von lombardischen Stoffen, trugen
um Haupt und Hals ihr Gold- und Perlengeschmeide,
und die silberne Sabbatlampe goß ihr festlichstes
Licht über die andächtig vergnügten Gesichter der
Alten und Jungen. Auf den purpurnen Sammetkissen
eines mehr als die übrigen erhabenen Sessels und an-
gelehnt, wie es der Gebrauch heischt, saß Rabbi
Abraham und las und sang die Agade, und der bunte
Chor stimmte ein oder antwortete bei den vorgeschrie-
benen Stellen. Der Rabbi trug ebenfalls sein schwar-
zes Festkleid, seine edelgeformten, etwas strengen
Züge waren milder denn gewöhnlich, die Lippen lä-
chelten hervor aus dem braunen Barte, als wenn sie
viel Holdes erzählen wollten, und in seinen Augen
schwamm es wie selige Erinnerung und Ahnung. Die
schöne Sara, die auf einem ebenfalls erhabenen Sam-
metsessel an seiner Seite saß, trug als Wirtin nichts
von ihrem Geschmeide, nur weißes Linnen umschloß
ihren schlanken Leib und ihr frommes Antlitz. Dieses
Antlitz war rührend schön, wie denn überhaupt die
Schönheit der Jüdinnen von eigentümlich rührender
Art ist; das Bewußtsein des tiefen Elends, der bittern
Schmach und der schlimmen Fahrnisse, worinnen ihre
Verwandte und Freunde leben, verbreitet über ihre
holden Gesichtszüge eine gewisse leidende Innigkeit
und beobachtende Liebesangst, die unsere Herzen
sonderbar bezaubern. So saß heute die schöne Sara
und sah beständig nach den Augen ihres Mannes;
dann und wann schaute sie auch nach der vor ihr lie-
genden Agade, dem hübschen, in Gold und Samt ge-
bundenen Pergamentbuche, einem alten Erbstück mit
verjährten Weinflecken aus den Zeiten ihres Großva-
ters, und worin so viele keck und bunt gemalten Bil-
der, die sie schon als kleines Mädchen, am Pascha-
abend, so gerne betrachtete und die allerlei biblische
Geschichten darstellten, als da sind: wie Abraham die
steinernen Götzen seines Vaters mit dem Hammer
entzweiklopft, wie die Engel zu ihm kommen, wie
Moses den Mitzri totschlägt, wie Pharao prächtig auf
dem Throne sitzt, wie ihm die Frösche sogar bei Ti-
sche keine Ruhe lassen, wie er Gott sei Dank versäuft,
wie die Kinder Israel vorsichtig durch das Rote Meer
gehen, wie sie offnen Maules mit ihren Schafen,
Kühen und Ochsen vor dem Berge Sinai stehen, dann
auch, wie der fromme König David die Harfe spielt,
und endlich, wie Jerusalem mit den Türmen und Zin-
nen seines Tempels bestrahlt wird vom Glanze der
Sonne!
Der zweite Becher war schon eingeschenkt, die Ge-
sichter und Stimmen wurden immer heller, und der
Rabbi, indem er eins der ungesäuerten Osterbröte er-
griff und heiter grüßend emporhielt, las er folgende
Worte aus der Agade: »Siehe! das ist die Kost, die
unsere Väter in Ägypten genossen! Jeglicher, den es
hungert, er komme und genieße! Jeglicher, der da
traurig, er komme und teile unsere Paschafreude! Ge-
genwärtigen Jahres feiern wir hier das Fest, aber zum
kommenden Jahre im Lande Israels! Gegenwärtigen
Jahres feiern wir es noch als Knechte, aber zum kom-
menden Jahre als Söhne der Freiheit!«
Da öffnete sich die Saaltüre, und herein traten zwei
große, blasse Männer, in sehr weite Mäntel gehüllt,
und der eine sprach: »Friede sei mit euch, wir sind
reisende Glaubensgenossen und wünschen das Pas-
chafest mit euch zu feiern.« Und der Rabbi antwortete
rasch und freundlich: »Mit euch sei Frieden, setzt
euch nieder in meiner Nähe.« Die beiden Fremdlinge
setzten sich alsbald zu Tische, und der Rabbi fuhr fort
im Vorlesen. Manchmal, während die übrigen noch
im Zuge des Nachsprechens waren, warf er kosende
Worte nach seinem Weibe, und anspielend auf den
alten Scherz, daß ein jüdischer Hausvater sich an die-
sem Abend für einen König hält, sagte er zu ihr:
»Freue dich, meine Königin!« Sie aber antwortete,
wehmütig lächelnd: »Es fehlt uns ja der Prinz!«, und
damit meinte sie den Sohn des Hauses, der, wie eine
Stelle in der Agade es verlangt, mit vorgeschriebenen
Worten seinen Vater um die Bedeutung des Festes be-
fragen soll. Der Rabbi erwiderte nichts und zeigte
bloß mit dem Finger nach einem eben aufgeschlage-
nen Bilde in der Agade, wo überaus anmutig zu
schauen war, wie die drei Engel zu Abraham kom-
men, um ihm zu verkünden, daß ihm ein Sohn gebo-
ren werde von seiner Gattin Sara, welche unterdessen
weiblich pfiffig hinter der Zelttüre steht, um die Un-
terredung zu belauschen. Dieser leise Wink goß drei-
faches Rot über die Wangen der schönen Frau, sie
schlug die Augen nieder und sah dann wieder freund-
lich empor nach ihrem Manne, der singend fortfuhr im
Vorlesen der wunderbaren Geschichte: wie Rabbi
Jesua, Rabbi Elieser, Rabbi Asaria, Rabbi Akiba und
Rabbi Tarphen in Bona-Brak angelehnt saßen und
sich die ganze Nacht vom Auszuge der Kinder Israel
aus Ägypten unterhielten, bis ihre Schüler kamen und
ihnen zuriefen, es sei Tag und in der Synagoge verlese
man schon das große Morgengebet.
Derweilen nun die schöne Sara andächtig zuhörte
und ihren Mann beständig ansah, bemerkte sie, wie
plötzlich sein Antlitz in grausiger Verzerrung erstarr-
te, das Blut aus seinen Wangen und Lippen ver-
schwand und seine Augen wie Eiszapfen hervorglotz-
ten; – aber fast im selben Augenblicke sah sie, wie
seine Züge wieder die vorige Ruhe und Heiterkeit an-
nahmen, wie seine Lippen und Wangen sich wieder
röteten, seine Augen munter umherkreisten, ja, wie
sogar eine ihm sonst ganz fremde tolle Laune sein
ganzes Wesen ergriff. Die schöne Sara erschrak, wie
sie noch nie in ihrem Leben erschrocken war, und ein
inneres Grauen stieg kältend in ihr auf, weniger
wegen der Zeichen von starrem Entsetzen, die sie
einen Moment lang im Gesichte ihres Mannes erblickt
hatte, als wegen seiner jetzigen Fröhlichkeit, die all-
mählich in jauchzende Ausgelassenheit überging. Der
Rabbi schob sein Barett spielend von einem Ohre
nach dem andern, zupfte und kräuselte possierlich
seine Bartlocken, sang den Agadetext nach der Weise
eines Gassenhauers, und bei der Aufzählung der
ägyptischen Plagen, wo man mehrmals den Zeigefin-
ger in den vollen Becher eintunkt und den anhängen-
den Weintropfen zur Erde wirft, bespritzte der Rabbi
die jüngern Mädchen mit Rotwein, und es gab großes
Klagen über verdorbene Halskrausen und schallendes
Gelächter. Immer unheimlicher ward es der schönen
Sara bei dieser krampfhaft sprudelnden Lustigkeit
ihres Mannes, und beklommen von namenloser
Bangigkeit, schaute sie in das summende Gewimmel
der buntbeleuchteten Menschen, die sich behaglich
breit hin und her schaukelten, an den dünnen Pa-
schabröten knoperten oder Wein schlürften oder mit-
einander schwatzten oder laut sangen, überaus ver-
gnügt.
Da kam die Zeit, wo die Abendmahlzeit gehalten
wird, alle standen auf, um sich zu waschen, und die
schöne Sara holte das große silberne, mit getriebenen
Goldfiguren reichverzierte Waschbecken, das sie
jedem der Gäste vorhielt, während ihm Wasser über
die Hände gegossen wurde. Als sie auch dem Rabbi
diesen Dienst erwies, blinzelte ihr dieser bedeutsam
mit den Augen und schlich sich zur Türe hinaus. Die
schöne Sara folgte ihm auf dem Fuße; hastig ergriff
der Rabbi die Hand seines Weibes, eilig zog er sie
fort, durch die dunkelen Gassen Bacherachs, eilig
zum Tor hinaus, auf die Landstraße, die den Rhein
entlang nach Bingen führt.
Es war eine jener Frühlingsnächte, die zwar lau
genug und hellgestirnt sind, aber doch die Seele mit
seltsamen Schauern erfüllen. Leichenhaft dufteten die
Blumen; schadenfroh und zugleich selbstbeängstigt
zwitscherten die Vögel; der Mond warf heimtückisch
gelbe Streiflichter über den dunkel hinmurmelnden
Strom; die hohen Felsenmassen des Ufers schienen
bedrohlich wackelnde Riesenhäupter; der
Turmwächter auf Burg Strahleck blies eine melancho-
lische Weise, und dazwischen läutete, eifrig gellend,
das Sterbeglöckchen der Sankt-Werners-Kirche. Die
schöne Sara trug in der rechten Hand das silberne
Waschbecken, ihre linke hielt der Rabbi noch immer
gefaßt, und sie fühlte, wie seine Finger eiskalt waren
und wie sein Arm zitterte; aber sie folgte schweigend,
vielleicht, weil sie von jeher gewohnt, ihrem Manne
blindlings und fragenlos zu gehorchen, vielleicht
auch, weil ihre Lippen vor innerer Angst verschlossen
waren.
Unterhalb der Burg Sonneck, Lorch gegenüber, un-
gefähr wo jetzt das Dörfchen Niederrheinbach liegt,
erhebt sich eine Felsenplatte, die bogenartig über das
Rheinufer hinaushängt. Diese erstieg Rabbi Abraham
mit seinem Weibe, schaute sich um nach allen Seiten
und starrte hinauf nach den Sternen. Zitternd und von
Todesängsten durchfröstelt, stand neben ihm die
schöne Sara und betrachtete sein blasses Gesicht, das
der Mond gespenstisch beleuchtete und worauf es hin
und her zuckte, wie Schmerz, Furcht, Andacht und
Wut. Als aber der Rabbi plötzlich das silberne
Waschbecken ihr aus der Hand riß und es schollernd
hinabwarf in den Rhein, da konnte sie das grausenhaf-
te Angstgefühl nicht länger ertragen, und mit dem
Ausrufe »Schadai voller Genade!« stürzte sie zu den
Füßen des Mannes und beschwor ihn, das dunkle
Rätsel endlich zu enthüllen.
Der Rabbi, des Sprechens ohnmächtig, bewegte
mehrmals lautlos die Lippen, und endlich rief er:
»Siebst du den Engel des Todes? Dort unten schwebt
er über Bacherach! Wir aber sind seinem Schwerte
entronnen. Gelobt sei der Herr!« Und mit einer Stim-
me, die noch vor innerem Entsetzen bebte, erzählte er,
wie er wohlgemut die Agade hinsingend und ange-
lehnt saß und zufällig unter den Tisch schaute, habe
er dort, zu seinen Füßen, den blutigen Leichnam eines
Kindes erblickt. »Da merkte ich«, setzte der Rabbi
hinzu, »daß unsre zwei späte Gäste nicht von der Ge-
meinde Israels waren, sondern von der Versammlung
der Gottlosen, die sich beraten hatten, jenen Leichnam
heimlich in unser Haus zu schaffen, um uns des Kin-
dermordes zu beschuldigen und das Volk aufzureizen,
uns zu plündern und zu ermorden. Ich durfte nicht
merken lassen, daß ich das Werk der Finsternis
durchschaut; ich hätte dadurch nur mein Verderben
beschleunigt, und nur die List hat uns beide gerettet.
Gelobt sei der Herr! Ängstige dich nicht, schöne Sara;
auch unsre Freunde und Verwandte werden gerettet
sein. Nur nach meinem Blute lechzten die Ruchlosen;
ich bin ihnen entronnen, und sie begnügen sich mit
meinem Silber und Golde. Komm mit mir, schöne
Sara, nach einem anderen Lande, wir wollen das Un-
glück hinter uns lassen, und damit uns das Unglück
nicht verfolge habe ich ihm das Letzte meiner Habe,
das silberne Becken, zur Versöhnung hingeworfen.
Der Gott unserer Väter wird uns nicht verlassen. –
Komm herab, du bist müde; dort unten steht bei sei-
nem Kahne der stille Wilhelm; er fährt uns den Rhein
hinauf.«
Lautlos und wie mit gebrochenen Gliedern war die
schöne Sara in die Arme des Rabbi hingesunken, und
langsam trug er sie hinab nach dem Ufer. Hier stand
der stille Wilhelm, ein taubstummer, aber bildschöner
Knabe, der zum Unterhalt seiner alten Pflegemutter,
einer Nachbarin des Rabbi, den Fischfang trieb und
hier seinen Kahn angelegt hatte. Es war aber, als er-
riete er schon gleich die Absicht des Rabbi, ja es
schien, als habe er eben auf ihn gewartet, um seine
geschlossenen Lippen zog sich das lieblichste Mit-
leid, bedeutungstief ruhten seine großen blauen
Augen auf der schönen Sara, und sorgsam trug er sie
in den Kahn.
Der Blick des stummen Knaben weckte die schöne
Sara aus ihrer Betäubung, sie fühlte auf einmal, daß
alles, was ihr Mann ihr erzählt, kein bloßer Traum
sei, und Ströme bitterer Tränen ergossen sich über
ihre Wangen, die jetzt so weiß wie ihr Gewand. Da
saß sie nun in der Mitte des Kahns, ein weinendes
Marmorbild; neben ihr saßen ihr Mann und der stille
Wilhelm, welche emsig ruderten.
Sei es nun durch den einförmigen Ruderschlag oder
durch das Schaukeln des Fahrzeugs oder durch den
Duft jener Bergesufer, worauf die Freude wächst,
immer geschieht es, daß auch der Betrübteste seltsam
beruhigt wird, wenn er in der Frühlingsnacht in einem
leichten Kahne leicht dahinfährt auf dem lieben, kla-
ren Rheinstrom. Wahrlich, der alte, gutherzige Vater
Rhein kann’s nicht leiden, wenn seine Kinder weinen;
tränenstillend wiegt er sie auf seinen treuen Armen
und erzählt ihnen seine schönsten Märchen und ver-
spricht ihnen seine goldigsten Schätze, vielleicht gar
den uralt versunkenen Niblungshort. Auch die Tränen
der schönen Sara flossen immer milder und milder,
ihre gewaltigsten Schmerzen wurden fortgespült von
den flüsternden Wellen, die Nacht verlor ihr finstres
Grauen, und die heimatlichen Berge grüßten wie zum
zärtlichsten Lebewohl. Vor allen aber grüßte traulich
ihr Lieblingsberg, der Kedrich, und in seiner seltsa-
men Mondbeleuchtung schien es, als stände wieder
oben ein Fräulein mit ängstlich ausgestreckten
Armen, als kröchen die flinken Zwerglein wimmelnd
aus ihren Felsenspalten und als käme ein Reuter den
Berg hinaufgesprengt in vollem Galopp; und der
schönen Sara war zumute, als sei sie wieder ein klei-
nes Mädchen und säße wieder auf dem Schoße ihrer
Muhme aus Lorch und diese erzähle ihr die hübsche
Geschichte von dem kecken Reuter, der das arme, von
den Zwergen geraubte Fräulein befreite, und noch
andre wahre Geschichten, vom wunderlichen Wisper-
tale drüben, wo die Vögel ganz vernünftig sprechen,
und vom Pfefferkuchenland, wohin die folgsamen
Kinder kommen, und von verwünschten Prinzessin-
nen, singenden Bäumen, gläsernen Schlössern, golde-
nen Brücken, lachenden Nixen… Aber zwischen all
diesen hübschen Märchen, die klingend und leuchtend
zu leben begannen, hörte die schöne Sara die Stimme
ihres Vaters, der ärgerlich die arme Muhme ausschalt,
daß sie dem Kinde soviel Torheiten in den Kopf
schwatze! Alsbald kam’s ihr vor, als setzte man sie
auf das kleine Bänkchen vor dem Sammetsessel ihres
Vaters, der mit weicher Hand ihr langes Haar strei-
chelte, gar vergnügt mit den Augen lachte und sich
behaglich hin- und herwiegte in seinem weiten blaus-
eidenen Sabbatschlafrock… Es mußte wohl Sabbat
sein, denn die geblümte Decke war über den Tisch ge-
spreitet, alle Geräte im Zimmer leuchteten, spiegel-
blank gescheuert, der weißbärtige Gemeindediener
saß an der Seite des Vaters und kaute Rosinen und
sprach hebräisch, auch der kleine Abraham kam her-
ein mit einem allmächtig großen Buche und bat be-
scheidentlich seinen Oheim um die Erlaubnis, einen
Abschnitt der Heiligen Schrift erklären zu dürfen,
damit der Oheim sich selber überzeuge, daß er in der
verflossenen Woche viel gelernt habe und viel Lob
und Kuchen verdiene… Nun legte der kleine Bursche
das Buch auf die breite Armlehne des Sessels und er-
klärte die Geschichte von Jakob und Rahel, wie Jakob
seine Stimme erhoben und laut geweint, als er sein
Mühmchen Rahel zuerst erblickte, wie er so traulich
am Brunnen mit ihr gesprochen, wie er sieben Jahr
um Rahel dienen mußte und wie sie ihm so schnell
verflossen und wie er die Rahel geheuratet und immer
und immer geliebt hat… Auf einmal erinnerte sich
auch die schöne Sara, daß ihr Vater damals mit lusti-
gem Tone ausrief: »Willst du nicht ebenso dein
Mühmchen Sara heuraten?«, worauf der kleine Abra-
ham ernsthaft antwortete: »Das will ich, und sie soll
sieben Jahr warten.« Dämmernd zogen diese Bilder
durch die Seele der schönen Frau, sie sah, wie sie und
ihr kleiner Vetter, der jetzt so groß und ihr Mann ge-
worden, kindisch miteinander in der Lauberhütte
spielten, wie sie sich dort ergötzten an den bunten Ta-
peten, Blumen, Spiegeln und vergoldeten Äpfeln, wie
der kleine Abraham immer zärtlicher mit ihr koste,
bis er allmählich größer und mürrisch wurde und end-
lich ganz groß und ganz mürrisch… Und endlich sitzt
sie zu Hause allein in ihrer Kammer eines Samstags
abend, der Mond scheint hell durchs Fenster, und die
Tür fliegt auf, und hastig stürmt herein ihr Vetter
Abraham, in Reisekleidern und blaß wie der Tod, und
er greift ihre Hand, steckt einen goldnen Ring an
ihren Finger und spricht feierlich: »Ich nehme dich
hiermit zu meinem Weibe nach den Gesetzen von
Moses und Israel! Jetzt aber«, setzt er bebend hinzu,
»jetzt muß ich fort nach Spanien. Lebe wohl, sieben
Jahre sollst du auf mich warten!« Und er stürzt fort,
und weinend erzählt die schöne Sara das alles ihrem
Vater… Der tobt und wütet: »Schneid ab dein Haar,
denn du bist ein verheuratetes Weib!« – und er will
dem Abraham nachreuten, um einen Scheidebrief von
ihm zu erzwingen; – aber der ist schon über alle
Berge der Vater kehrt schweigend nach Haus zurück,
und wie die schöne Sara ihm die Reitstiefel ausziehen
hilft und besänftigend äußert, daß der Abraham nach
sieben Jahren zurückkehre, da flucht der Vater: »Sie-
ben Jahr sollt ihr betteln gehn!«, und bald stirbt er.
So zogen der schönen Sara die alten Geschichten
durch den Sinn wie ein hastiges Schattenspiel; die
Bilder vermischten sich auch wunderlich, und zwi-
schendurch schauten halb bekannte, halb fremde bär-
tige Gesichter und große Blumen mit fabelhaft brei-
tem Blattwerk. Es war auch, als murmelte der Rhein
die Melodien der Agade, und die Bilder derselben
stiegen daraus hervor, lebensgroß und verzerrt, tolle
Bilder: der Erzvater Abraham zerschlägt ängstlich die
Götzengestalten, die sich immer hastig wieder von
selbst zusammensetzen; der Mitzri wehrt sich furcht-
bar gegen den ergrimmten Moses; der Berg Sinai
blitzt und flammt; der König Pharao schwimmt im
Roten Meere, mit den Zähnen im Maule die zackige
Goldkrone festhaltend; Frösche mit Menschenantlitz
schwimmen hintendrein, und die Wellen schäumen
und brausen, und eine dunkle Riesenhand taucht dro-
hend daraus hervor.
Das war Hattos Mäuseturm, und der Kahn schoß
eben durch den Binger Strudel. Die schöne Sara ward
dadurch etwas aus ihren Träumereien gerüttelt und
schaute nach den Bergen des Ufers, auf deren Spitzen
die Schloßlichter flimmerten und an deren Fuß die
mondbeleuchteten Nachtnebel sich hinzogen. Plötz-
lich aber glaubte sie dort ihre Freunde und Verwandte
zu sehen, wie sie mit Leichengesichtern und in weiß-
wallenden Totenhemden schreckenhastig vorüberlie-
fen, den Rhein entlang… es ward ihr schwarz vor den
Augen, ein Eisstrom ergoß sich in ihre Seele, und wie
im Schlafe hörte sie nur noch, daß ihr der Rabbi das
Nachtgebet vorbetete, langsam ängstlich, wie es bei
todkranken Leuten geschieht, und träumerisch stam-
melte sie noch die Worte: »Zehntausend zur Rechten,
zehntausend zur Linken; den König zu schützen vor
nächtlichem Grauen…«
Da verzog sich plötzlich all das eindringende Dun-
kel und Grausen, der düstre Vorhang ward vom Him-
mel fortgerissen, es zeigte sich oben die heilige Stadt
Jerusalem mit ihren Türmen und Toren; in goldner
Pracht leuchtete der Tempel; auf dem Vorhofe dessel-
ben erblickte die schöne Sara ihren Vater in seinem
gelben Sabbatschlafrock und vergnügt mit den Augen
lachend; aus den runden Tempelfenstern grüßten fröh-
lich alle ihre Freunde und Verwandte; im Allerheilig-
sten kniete der fromme König David, mit Purpurman-
tel und funklender Krone, und lieblich ertönte sein
Gesang und Saitenspiel – und selig lächelnd ent-
schlief die schöne Sara.

Über Gabryon

Ich male mir mein Leben bunt. Wie der Wind… Vom Sternzeichen bin ich Wassermann und somit ein Luftzeichen. Ich bin praktisch und kreativ veranlagt und philosophiere gerne. Ich mag die Natur, Mensch und Tier. Meine Interessen sind sehr vielseitig und ich will es nicht darauf reduzieren, was ich besonders gerne mag. Das eine liegt mir an manchen Tagen mehr als das andere und ich habe es zumindest ausprobiert, um zu entscheiden, ob es für mich etwas ist oder nicht. Geht nicht, gibt es bei mir nicht. Es gibt immer Wege und Möglichkeiten, es zu tun oder zu lassen. Ich bin wie der Wind. Unterschätze nie die Kraft des Windes.
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2 Antworten zu Der Rabbi von Bacherach. Ein Fragment,… Heinrich Heine…

  1. kowkla123 schreibt:

    da kann man so manches von dir lernen, alles Gute, vor allem Gesundheit wünsche ich dir

    Gefällt 1 Person

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