JUNI – der Rosenmonat…

Juni

Juni streift mit warmer Hand
letzte Blüten von den Bäumen.
Wie enttaucht verwelkten Träumen,
schaut aus dunkler Blätterwand
junge Frucht in lichtes Land.

Fridolin Hofer Aus der Sammlung: Von Früchten zu Flocken

Der Juni war im römischen Kalender der vierte Monat und hatte nur 29 Tage. Benannt ist der Juni nach der römischen Göttin Juno. Juno ist die Göttin der Ehe und Beschützerin von Rom. Sie ist die Frau des Göttervaters Jupiter.

Der Juni enthält im deutschsprachigen Raum keine festen Feiertage. Einige bewegliche Feiertage, wie Christi Himmelfahrt, Pfingsten oder Frohnleichnam, fallen auch schon mal in den Juni. In manchen Gegenden wird die Sonnenwende oder der Johannistag gefeiert.

Der Juni war im römischen Kalender der vierte Monat und hatte nur 29 Tage. Benannt ist der Juni nach der römischen Göttin Juno. Juno ist die Göttin der Ehe und Beschützerin von Rom. Sie ist die Frau des Göttervaters Jupiter.

Der Juni ist der sechste Monat des Jahres im Gregorianischen Kalender. Er hat 30 Tage und er enthält zwischen dem 20. und 22. die Sonnenwende. Die Sonnenwende ist auf der Nordhalbkugel der längste Tag (16 Std. und 36 Min.) mit der kürzesten Nacht des Jahres.

Der alte deutsche Name des Juni ist Brachmond oder Brachet. Im Mittelalter wurde in diesem Monat die Bearbeitung des Feldes (Brache) begonnen. Weil im Juni die Rosenblüte ihren Höhepunkt erreicht, wurde er auch Rosenmond oder Rosenmonat genannt.

Der Juni enthält im deutschsprachigen Raum keine festen Feiertage. Einige bewegliche Feiertage, wie Christi Himmelfahrt, Pfingsten oder Frohnleichnam, fallen auch schon mal in den Juni. In manchen Gegenden wird die Sonnenwende oder der Johannistag gefeiert.

Bauernregeln für den Monat Juni:

Ist der Juni warm und nass gibts viel Korn und noch mehr Gras.

Im Juni viel Donner bringt einen trüben Sommer.

Schönes Wetter auf Fortunat, ein gutes Jahr zu bedeuten hat. (1.6.)

An St. Medardus wird ausgemacht, ob 40 Tage die Sonne lacht. (8.6.)

Was der Medardus für ein Wetter hält, solch Wetter auch in die Ernte fällt.

Regnet es am Margaretentag, dauert der Regen 14 Tage. (10.06.)

Hat die Margaret keinen Sonnenschein, bringt man das Heu nicht trocken rein.

Nach Barnabas die Sonne weicht, auf Luzia (13. 12.) sie wieder zu uns schleicht. (11.06.)

Wenn St. Barnabas bringt Regen, gibt’s reichen Traubensegen.

Regnet’s am Antoniustag, wird’s Wetter später wie es mag. (13.06.)

Ist zu Sankt Veit der Himmel klar, dann gibt’s gewiss ein gutes Jahr. (15.06.)

Wer auf Sankt Benno baut, kriegt viel Flachs und Kraut. (16.06.)

Wenn’s regnet auf St. Gervasius, es 40 Tage regnen muss. (19.06.)

Ist die Milchstraße klar zu seh’n, bleibt das Wetter schön. (21.06.= Sommeranfang)

Bis Johannis wird gepflanzt, ein Datum, das du dir merken kannst. (24.06.)

Ist der Siebenschläfer nass, regnet’s ohne Unterlass. (27.06.)

Peter und Paul hell und klar bringt ein gutes Jahr. (29.06.)

In Virginia (USA) feiert man in der ersten Juniwoche mindestens einen Tag lang das Erdbeerfest. Es gibt dann Erdbeergerichte, wie Torte, Kompott etc. Übrigens sind Erdbeeren keine Beeren, sondern Sammelnussfrüchte. Was wir essen, das ist die verdickte Blütenachse. Die eigentlichen Früchte sind die kleinen, gelben Punkte.

Am 15. Juni ist St. Vitus. Er ist einer der 14 Nothelfer und wird als Patron gegen Blitz und Feuer verehrt. In vielen Gegenden wird ab St. Vitus das Holz für das Johannisfeuer gesammelt. In Schleswig – Holstein wird an diesem Tag das „Frauenbier“ gefeiert. Es ist zu Ehren einiger tapferer Frauen, die im 13. Jahrhundert ihre Männer vor einer Räuberbande gerettet hatten. Die Männer müssen an diesem Tag alles tun, was die Frauen wollen. Abends treffen sich dann die Frauen zu einem Fest.

Am 21. Juni ist Sommersonnenwende, Mittsommertag, Spargelweihnacht oder Holdertag (Holundertag). Von nun an werden die Tage wieder kürzer und die Nächte länger. Trotzdem beginnt jetzt die wärmste Jahreszeit. Für Germanen, Kelten und Slawen war dieser Tag ein hoher Festtag.

Der 24. Juni ist der Johannistag. Es wird nicht der Todestag eines Heiligen gefeiert, sondern sein Geburtstag. Die Kirche hat die alten Bräuche zum Sommeranfang auf diesen Tag verschoben. Somit sollten die heidnischen Ritten eine christliche Bedeutung bekommen. So gibt es für den „Johannistag“ viele Sitten und Gebräuche, die mit dem Feuer (Johannisfeuer) und dem Wasser (Brunnenfeste) zu tun haben.

Am 29. Juni wird den Aposteln Peter und Paul gedacht. In Küstengebieten feierte man den Tag zu Ehren Petrus. Petrus wird als Patron der Fischer verehrt.

Im Juni

Ich lag im Wald. Gleich Flammenpfeilen sandte
Die Sonne ihre Strahlen auf die Flur.
Mein Haupt war müd‘ und meine Stirne brannte.

Im Juni war’s. Die muntern Lerchen schwiegen;
Den raschen Schlag des Finken hört‘ ich nur
Und hörte summend nur die Bienen fliegen.

Ich schlummert‘ ein, von Waldesgrün geborgen.
Mich führt‘ ein Traum zu Jugendtagen, fern,
Und zeigte mir der Kindheit goldnen Morgen.

Wie ward so wohl mir auf dem moos’gen Pfühle!
So mag die Blume von dem Morgenstern
Wohl träumen in der Mittagssonnenschwüle.

Friedrich Emil Rittershaus. Aus der Sammlung: Vermischte Gedichte

Über Gabryon

Ich male mir mein Leben bunt. Wie der Wind… Vom Sternzeichen bin ich Wassermann und somit ein Luftzeichen. Ich bin praktisch und kreativ veranlagt und philosophiere gerne. Ich mag die Natur, Mensch und Tier. Meine Interessen sind sehr vielseitig und ich will es nicht darauf reduzieren, was ich besonders gerne mag. Das eine liegt mir an manchen Tagen mehr als das andere und ich habe es zumindest ausprobiert, um zu entscheiden, ob es für mich etwas ist oder nicht. Geht nicht, gibt es bei mir nicht. Es gibt immer Wege und Möglichkeiten, es zu tun oder zu lassen. Ich bin wie der Wind. Unterschätze nie die Kraft des Windes.
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4 Antworten zu JUNI – der Rosenmonat…

  1. MARANXA schreibt:

    Wooooooooow, danke für das Füllhorn voller Monatsinformationen. Ich werde sie mir gut aufheben 🙂
    LG, Xaver

    Gefällt 1 Person

  2. wederwill schreibt:

    Vielen Dank für diese schöne Juni-Einführung 🙂 Erdbeerfest und Spargelweihnacht und nicht zu vergssen, der Kindertag – so ein schöner Monat!
    Herzliche Junigrüße sendet
    Marlis

    Gefällt 1 Person

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