Unsere Freunde, die Blumen… Das Vergißmeinnicht…

Das Vergissmeinnicht ist ein beliebter Frühjahrsblüher, das uns aus vielen Gärten, mit seinen hellblauen, kleinen Blüten bekannt ist. Das Vergissmeinnicht (Myosotis)gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae). Einige Sorten werden als Zierpflanzen verwendet. Das Vergißmeinnicht heißt auch in vielen anderen Sprachen so, z. B. in Großbritannien „Forget me not“ oder „Ne m’oubliez pas“ in Frankreich. Es wird auch Blauer Augentrost, Zauberpflanze, Liebespflanze genannt. Seine Farbe ist Blau. Blau ist in der Symbolik die Farbe der Treue.

Als „Zauberkraut“ sagte man dem Vergißmeinnicht magische Kräfte nach. Es soll, wenn die Wurzeln oder ein Blütenkranz um den Hals oder an das Herz des geliebten Menschen gelegt werden, eine Art von „unsichtbare Ketten der Treue“ bilden. Für ein Liebesorakel sollte man in der Walpurgisnacht, am 30.4., etwas Erde auf einen Stein geben und zwei Vergissmeinnicht darauf pflanzen. Wachsen diese aufeinander zu, gilt das als Hinweis, dass der/die Geliebte treu bleiben oder bald heiraten werden.

Obwohl das Vergißmeinnicht in der Homöopathie als Heilpflanze kaum eingesetzt wird, hat es dennoch wirksame Heilkräfte. Es wirkt entzündungshemmend, zusammenziehend, beruhigend und stärkend. In der Heilkunde wird das Acker-Vergissmeinnicht hin und wieder gegen Erkrankungen des Lymphsystems eingesetzt. Wenn man das Vergissmeinnicht dennoch als Heilpflanze einsetzt, wendet man es bevorzugt als Tee an. Für einen Vergissmeinnicht-Tee übergiesst man ein bis zwei Teelöffel Vergissmeinnicht mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschliessend abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Von diesem Tee trinkt man ein bis drei Tassen täglich.

Um das Vergißmeinnicht ranken sich viele Legenden. Einige stammen aus dem Mittelater. Unter anderem diese hier: Als einst ein Liebespaar am Fluss spazieren ging, entdeckte das Mädchen am Ufer eine blaues Blümchen. Ihr Liebster stieg hinab, um das Blümchen, für seine Liebste zu pflücken. Dabei fiel er ins Wasser und wurde von dem wilden Strom fortgerissen und konnte ihr nur noch zurufen: „Vergiss mein nicht!“. Das ist nur eine von zahlreichen Legenden, wie das zarte blaue Blümchen, mit dem gelben Auge, zu seinem Namen kam. Einer anderen Legende nach, soll das zarte Pflänzchen seinen Namen seiner Vergesslichkeit verdanken. Weil es sich nach der Erschaffung der Welt einfach nicht seinen Namen merken konnte, bat es Gott ihm den Namen Vergissmeinnicht zu gegeben.

In der Sprache der Blumen sagt das Vergißmeinnicht: Du sollst an mich denken.

Freundlich blüht an stiller Quelle
in des Mondes Silberlicht
eine Blume, zart und helle
und die heißt Vergissmeinnicht.
Rosen, Tulpen, Nelken,
alle Blumen welken,
aber nur die eine nicht,
und die heißt: Vergissmeinnicht

Poesiealbumverse

Vergissmeinnicht

Vergissmeinnicht am Waldesdach!
Ich stehe still, ich sinne nach:
Schon brach mir ach! so manches Herz,
So manches weilt mir fernewärts.
Für welches Herz nun zu mir spricht
Der Blumenruf: Vergissmeinnicht!? –
Mein Auge still herniederweint
Und weiß nicht, welches Herz er meint.

Karl Mayer, 1841

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Über Gabryon

Ich male mir mein Leben bunt. Wie der Wind… Vom Sternzeichen bin ich Wassermann und somit ein Luftzeichen. Ich bin praktisch und kreativ veranlagt und philosophiere gerne. Ich mag die Natur, Mensch und Tier. Meine Interessen sind sehr vielseitig und ich will es nicht darauf reduzieren, was ich besonders gerne mag. Das eine liegt mir an manchen Tagen mehr als das andere und ich habe es zumindest ausprobiert, um zu entscheiden, ob es für mich etwas ist oder nicht. Geht nicht, gibt es bei mir nicht. Es gibt immer Wege und Möglichkeiten, es zu tun oder zu lassen. Ich bin wie der Wind. Unterschätze nie die Kraft des Windes.
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