Das ist der Leutnant…

Der Leutnant exklusiv, feudal,
von tadellosen Bau,
Format wie’n Kronprinz, schlank und schmal,
’ne Tailie wie ’ne Frau.
Der Scheitel hier, Monokel dort,
die Haltung straff und zäh,
und dann bei jedem dritten Wort,
ein langgedehntes „ähhhh“.
So sah man ihn zur Friedenszeit,
traf ihn voller Heiterkeit,
obgleich ironisiert
und lächelnd parodiert:
Donnerwetter! Donnerwetter!
Donnerwetter noch einmal – Kolossal!
Das ist der Leutnant, der preuß’sche Leutnant,
der Mann von dem einst Bismarck sprach,
den Leutnant, den Leutnant,
den macht uns keiner nach!

Wie war der Leutnant oft verkannt,
der uns zum lachen schien,
wo bliebe unser Vaterland,
im Kriege ohne ihn.
Er ist mit Leib und Seel‘ Soldat,
und seine Schneidigkeit,
die wir verulkt, die ist es grad
die ihm dem Sieg verleiht.
Er führt die Truppen Mann für Mann,
er steht im Kriege vorne an,
stolz aufrecht wie ein Held –
wenn alles um ihn fällt!
Donnerwetter! Donnerwetter!
Donnerwetter noch einmal – Kolossal!
Das ist der Leutnant, der deutsche Leutnant,
der Held von dem schon Bismarck sprach,
den Leutnant, den Leutnant,
den macht uns keiner nach!

Hoch lebt der Leutnant, tief gekrönt,
laßt alle Scherze ruh’n,
wer einmal noch den Leutnant höhnt,
der kriegts mit mir zu tun.
Laßt sein Monokel ihm, sein „ähh“,
mit Schneid und Eleganz,
so zieht er in des Feindes näh‘
als gings zum Spiel und Tanz.
Fast braucht man nicht mit Stolz und Weh,
die Totenliste der Armee, –
er färbt die Erde rot
Tod, Tod und wieder Tod!
Donnerwetter! Donnerwetter!
Donnerwetter noch einmal – es ist Kolossal!
Das ist der Leutnant, der deutsche Leutnant,
der Held von dem schon Bismarck sprach,
den Leutnant, den Leutnant,
den macht uns keiner nach!

Otto Reutter

Über Gabryon

Ich male mir mein Leben bunt. Wie der Wind… Vom Sternzeichen bin ich Wassermann und somit ein Luftzeichen. Ich bin praktisch und kreativ veranlagt und philosophiere gerne. Ich mag die Natur, Mensch und Tier. Meine Interessen sind sehr vielseitig und ich will es nicht darauf reduzieren, was ich besonders gerne mag. Das eine liegt mir an manchen Tagen mehr als das andere und ich habe es zumindest ausprobiert, um zu entscheiden, ob es für mich etwas ist oder nicht. Geht nicht, gibt es bei mir nicht. Es gibt immer Wege und Möglichkeiten, es zu tun oder zu lassen. Ich bin wie der Wind. Unterschätze nie die Kraft des Windes.
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