Unsere Freunde, die Blumen… die Christrose…

Die Christrose ist eine weiß blühende Pflanze und sie blüht im Winter. Ihren Namen hat sie wegen der Blütezeit in der Nähe zum Christfest bekommen. Die Christrose (Helleborus) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse. Beheimatet ist die Christrose in den Alpen, Vorarlberg, im Apennin und im nördlichen Balkan. In Deutschland ist diese Pflanzenart nur in Bayern heimisch. Die Pflanze kann über zwanzig Jahre alt werden.
Die Christrose hat viele Namen: Nieswurz, Zauberpflanze, Märzrose, Schneekannerl, Schneerose, Weihnachtsblume, Weihnachtsrose. Das Pulver der Wurzel wurde früher als Niespulver verwendet. Die Christrose ist in allen Pflanzenteilen sehr giftig. Ganz besonders in der Wurzel und Samen. Alle Gifte bleiben auch beim Trocknen der Pflanze erhalten.
In der Homöopathie findet die Christrose heute noch Verwendung und schon im 16. Jahrhundert wurde in Kräuterbüchern auf die Giftigkeit sowie auf die Gefahr einer Überdosierung dieser Pflanze hingewiesen. Es heißt: „Drei Tropfen machen rot, 10 Tropfen machen tot“. In der selben Zeit war die Christrose in den mitteleuropäischen Gärten zu finden.
Die Christrose war in alten Zeiten Bestandteil von Hexensalben.
Sie galt als Mittel zur Erhaltung der ewigen Jugend. Zu Pulver verarbeitet, auf den Boden gestreut, sollte sie sogar unsichtbar machen. Im Altertum wurde sie gegen Geisteskrankheiten angewendet. Nach einer Legende wurde Herakles durch die Helleborus-Wurzel von seinem Wahnsinn, in dem er seine Kinder erschlug und ins Feuer warf, geheilt.

In der Blumensprache sagt die Christrose: – Nimm mir meine Angst.

Auf eine Christblume

Tochter des Waldes, du Lilienverwandte,
so lang von mir gesucht, unbekannte,
im fremden Kirchhof, öd und winterlich,
zum erstenmal, o schöne, find ich Dich!

Von welcher Hand gepflegt du hier erblühtest,
ich weiß es nicht, noch wessen Grab du hütest,
ist es ein Jüngling, so geschah ihm Heil,
ist es eine Jungfrau, lieblich fiel ihr Teil.

Schön bist du, Kind des Mondes, nicht der Sonne,
die wäre tödlich – andrer Blume Wonne,
dich nährt, den keuschen Leib voll Reif und Duft,
himmlischer Kälte balsamsüßer Luft.

In deines Busens goldner Fülle gründet
ein Wohlgeruch, der sich nur kaum verkündet,
so duftete, berührt von Engelshand,
der benedeiten Mutter Brautgewand.

Dich würden, mahnend an das heilge Leiden,
fünf Purpurtropfen schön und einzig kleiden,
doch kindlich zierst du um die Weihnachtszeit,
lichtgrün mit einem Hauch dein weißes Kleid.

Der Elfe, der in mitternächtger Stunde
zum Tanze geht im lichterhellen Grunde,
vor deiner mystischen Glorie steht er scheu,
neugierig still von fern und huscht vorbei.

Im Winterboden schläft ein Blumenkeim,
der Schmetterling, der einst um Busch und Hügel
in Frühlingsnächten wiegt den samtnen Flügel;
nie soll er kosen deinen Honigseim.

Wer aber weiß, ob nicht sein zarter Geist,
wenn jede Zier des Sommers hingesunken,
dereinst von deinem leisen Dufte trunken,
mir unsichtbar, die blühende umkreist?

Eduard Mörike

Über Gabryon

Ich male mir mein Leben bunt. Wie der Wind… Vom Sternzeichen bin ich Wassermann und somit ein Luftzeichen. Ich bin praktisch und kreativ veranlagt und philosophiere gerne. Ich mag die Natur, Mensch und Tier. Meine Interessen sind sehr vielseitig und ich will es nicht darauf reduzieren, was ich besonders gerne mag. Das eine liegt mir an manchen Tagen mehr als das andere und ich habe es zumindest ausprobiert, um zu entscheiden, ob es für mich etwas ist oder nicht. Geht nicht, gibt es bei mir nicht. Es gibt immer Wege und Möglichkeiten, es zu tun oder zu lassen. Ich bin wie der Wind. Unterschätze nie die Kraft des Windes.
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3 Antworten zu Unsere Freunde, die Blumen… die Christrose…

  1. Arabella schreibt:

    Ein Glück…ich habe eine.:-)

    Gefällt 1 Person

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