SILVESTER UND NEUJAHR…

SILVESTER UND

NEUJAHR

 An Silvester lassen wir das Jahr ausklingen. Das Jahresendfest hatten bereits die Römer, zu Beginn des Jahres 153 v. Chr., gefeiert. Sie feierten erstmals im Januar als der Jahresbeginn vom 1. März auf den 1. Januar verschoben wurde. Die Feuer-Feste am Jahresende haben alte germanische Wurzeln. Seit der Einführung des Gregorianischen Kalenders im Jahr 1582 wurde der letzte Tag des Jahres, der 31. Dezember, dem heiligen Silvester geweiht. Der Silvestertag ist benannt worden nach dem Papst Silvester I.. Er verstarb am 31. Dezember 335 in Rom. Unter dessen Pontifikat und Kaiser Konstantin´s Herrschaft vollzog sich die Einführung des Christentums als Staatsreligion. Silvester war ursprünglich ein Heiligen-Gedenktag und nicht ein kirchlicher Feiertag zum Jahreswechsel. Das Kirchenjahr endet vor der Vesper am Vorabend des 1. Adventsonntags. Silvester ist auch kein gesetzlicher Feiertag.

 Wie mit den meisten Festtagen verbinden sich auch mit dem Jahreswechsel unterschiedliches Brauchtum und Aberglaube. Das Abendessen zu Silvester sollte mit der Familie oder mit Freunden eingenommen werden. Das Essen im Kreise seiner Nächsten symbolisiert den Schutz vor Dämonen, die diesen Kreis nicht zerstören können. In der Nacht zum Jahreswechsel geht es schon seit Urzeiten um die Abwehr von bösen Geistern. Im deutschsprachigen Raum beginnt das neue Jahr mit einem Feuerwerk, Böllern, Bleigießen, Glockengeläut und nächtlichen Gottesdiensten. Geknalle, lärmende Umzüge mit vermummten Gestalten, bei denen Trommeln, Schellen und Peitschenknallen für den nötigen Krach sorgen, sollen die Geister fernhalten. Heutzutage geht es nicht mehr um die Vertreibung von Dämonen. Das Silvester-Feuerwerk ist ein Ausdruck der Freude über das bevorstehende neue Jahr.  In unserer Zeit wird dieses Brauchtum weltweit durch große Feuerwerke ersetzt. In vielen anderen europäischen Ländern ist dies eher unüblich und das Silvesterfest wird ruhiger angegangen.

 Zum Neujahr wird traditionell mit einem Glas Sekt angestoßen und man sagt: „Pros(i)t Neujahr!“. Das Wort „Prosit“ ist aus dem Lateinischen und bedeutet „es möge gelingen“. Nach den gegenseitigen Glückwünschen geht man nach draußen, um das Silvesterfeuerwerk zu schauen oder selbst Raketen abzuschießen oder zu böllern. Lärm und Musik sind zur Jahreswende genauso wenig wegzudenken, wie die Glückwünsche. Man wünscht sich „Ein gutes und gesegnetes neues Jahr!“ oder „einen guten Rutsch“. Der „gute Rutsch“ hat nichts mit einem Hinüberrutschen ins neue Jahr zu tun. Das Wort stammt aus dem Hebräischen und heißt „rosch“. Und „rosch“  bedeutet „Anfang“, also Beginn des neuen Jahres.

 Das Bleigießen kurz nach Mitternacht, hat sich bei vielen Silvesterfeiern als fester Bestandteil etabliert. Das Blei wird auf einem Löffel über einer Kerze erwärmt, bis es flüssig ist. Anschließend wird es in eine Schale mit kalten Wasser gekippt. Man kann direkt die entstandene Form, Figur deuten oder einen Schatten an die Wand werfen lassen und die entstandene Schatten-Figur deuten. Aus der entstehenden Blei-, Schatten-Figur wird dann das Schicksal, die Zukunft, für das kommende Jahr vorhergesagt. Da Blei gewisse giftige reaktionen hervorrufen kann, wird auch als Ersatz gerne flüssiges Wachs genommen.

 

 Hier einige Beispiele und ihre Bedeutungen für die gegossenen Bleifiguren:

Blumen – es können sich neue Freundschaften entwickeln
Pistole – Sie betrügen den Partner
Glocke oder Ei – Familienzuwachs
Hammer – man wird weiser
Hufeisen – Gute Geschäfte
Tor – Wohnortwechsel
Schere – wichtige Entscheidungen kommen auf einen zu
Vogel oder Sterne – Glück
Herz –  man verliebt sich
Kranz – Versöhnung
Nagel – die Zeiten werden besser
Pfeife – Gefahr naht
Leiter – beruflicher Aufstieg
Kuh – Heilung einer Krankheit
Frosch oder Schwein – Lottogewinn
Palme – ein Wunsch wird in Erfüllung gehen
Mond – man wird geehrt
Pantoffel oder Schuh – man wird bald heiraten

Zum Jahreswechsel haben Glücksbringer Hochkonjunktur. Beliebt ist der „Glückspfennig“, der nach der alten Volksweisheit „wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert“, die glücksbringende Bedeutung bis heute beibehalten hat. Weit verbreitet sind auch Glücksschweine. Meistens sind sie aus Marzipan. Schon für die Germanen war der Eber heilig. Das Schwein gilt als Symbol der Fruchtbarkeit und als Zeichen für Wohlstand und Reichtum. „Schwein gehabt“ bedeutet bei uns, dass einer viel Glück gehabt hat. Wer über viel „Schwein“ verfügte, galt bei den Griechen und Römern als privilegiert und gut situiert. Es ist ein Symbol für Reichtum. In dem man es symbolisch verschenkt, wünscht man dem Empfänger, dass das Geld ihm niemals ausgehen möge. Das Hufeisen ist ein Talisman, dass das Haus und den Hof schützen und Fremden den Eingang verwehren soll. Der Schornsteinfeger gilt als Glücksbringer, weil er immer als erster am Neujahrsmorgen durch die Straßen ging und zum neuen Jahr gratulierte. Der „Glücksklee“, die Rede ist vom vierblättrigen Klee, soll Glück bringen. Das Kleeblatt stammt eigentlich aus Mexiko. Es beflügelt geheime Wünsche und Hoffnungen zum Jahreswechsel. Der Marienkäfer gilt als Himmelsbote der Mutter Gottes. Er beschützt die Kinder und heilt die Kranken, wenn er ihnen zufliegt. Einen Marienkäfer soll man
nie abschütteln oder gar töten, das bringt Unglück.

Mit dem Neujahr ist ein starker Aberglauben verbunden. „Wie das Neujahr beginnt, so ist das ganze Jahr“ und noch  heutzutage wird nach bestimmten Regeln verfahren. So bemüht sich die Hausfrau schon seit jeher, über Neujahr keine Wäsche zum Trocknen aufzuhängen, da dies Unglück und Arbeit im kommenden Jahr mit sich bringe. In vielen ländlichen Regionen ist das „Räuchern“, das Begehen der Wohn- und Arbeitsräumen sowie der Stallungen, mit gesegnetem Weihrauch üblich, um die Dämonen zu vertreiben. So mancher isst am Neujahrstag eine Linsensuppe oder Sauerkraut, damit das Kleingeld im neuen Jahr nie ausgeht. Beliebt ist auch der Neujahrskarpfen. Dazu gehört, dass der Hausherr eine Fischschuppe unter seinen Teller legt. Diese  Fischschuppe muß dann das ganze Jahr in der Geldbörse aufbewahrt werden, damit der Geldbeutel immer prall gefüllt bleibt.

ALLEN meinen Freunden wünsche ich einen guten Rutsch in das Neue Jahr! Für das Jahr 2015 wünsche ich ALLEN Gesundheit an Körper und Seele, sorgenfreie Zeit an 365 Tagen, ein Quäntchen Glück und ganz viel Freude und Zufriedenheit.
Herzlichst
Gabriele

Über Gabryon

Ich male mir mein Leben bunt. Wie der Wind… Vom Sternzeichen bin ich Wassermann und somit ein Luftzeichen. Ich bin praktisch und kreativ veranlagt und philosophiere gerne. Ich mag die Natur, Mensch und Tier. Meine Interessen sind sehr vielseitig und ich will es nicht darauf reduzieren, was ich besonders gerne mag. Das eine liegt mir an manchen Tagen mehr als das andere und ich habe es zumindest ausprobiert, um zu entscheiden, ob es für mich etwas ist oder nicht. Geht nicht, gibt es bei mir nicht. Es gibt immer Wege und Möglichkeiten, es zu tun oder zu lassen. Ich bin wie der Wind. Unterschätze nie die Kraft des Windes.
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11 Antworten zu SILVESTER UND NEUJAHR…

  1. kowkla123 schreibt:

    Liebe Gabriele, ich wünsche einen schönen Sonntag

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  2. Doris Goebel schreibt:

    Dir wünsche ich ein glückliches, zufriedenes und vor allem ein gesundes neue Jahr.

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  3. einfachtilda schreibt:

    Ich wünsche dir von Herzen ein glückliches und gesundes neues Jahr.

    LG Mathilda ❤

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  4. keinbisschenleise schreibt:

    Ein frohes und vor allem gesundes Neues Jahr…

    herzlichst Uschi ❤

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  5. giselzitrone schreibt:

    Wünsche dir auch ein gesundes glückliche Jahr 2015 alles liebe von mir Gislinde

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  6. Diva schreibt:

    Frohes neues Jahr!

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