URLAUB ADÈ, III TEIL… DIE SCHLACHT UM TANNENBERG…GRUNWALD

In den vorherigen Beiträgen habe ich geschrieben, wie unkompliziert die Menschen in Polen uns aufgenommen haben und wie schön die Hauptstadt von Ermland und Mauren (Olsztyn) ist.

Am 11.7.10 – 18.07.10 feierte man den 600-jährigen Sieg der Schlacht von Grunwald (Tannenberg) über die Deutschen Ordenskreutzritter. Es gab ein riesengroßes Spektakel, indem die Schlacht von nationalen und internationalen Darstellern, nachgespielt wurde. Schon Wochen vorher liefen die Vorbereitungen. Es wurden altertümliche Zeltstädte aufgebaut. Die Männer waren in altertümlichen Rüstungen und die Frauen in altertümlichen Leinenkleidern, gekleidet. Man sollte bedenken, dass alle Darsteller Laiendarsteller sind, die es unentgeltlich machen. Es kostet Geld, Kraft und Nerven. 40 Grad im Schatten, in voller Muntur, die ca. 40 Kg wiegt, ist eine enorme Anstrengung und es gehört viel Idealismus dazu, bei so einem Spektakel mitzumachen. Wir waren in der Woche vor der großen Inszenierung in Grunwald (Tannenberg), denn ich mochte mich nicht der Hitze und der Menschenmassen aussetzen. Ich schaute mir lieber, bei einem gut gekühltem Glas Piwo, den Bericht im polnischen Fernsehen an.

Auf beiden Seiten wurde der Ausgang der Schlacht als „Gottesurteil“ gewertet. Die Schlacht hatte viele Opfer gekostet. Verlässliche Zahlen existieren nicht. Zeitgenössische Quellen sprechen von 50.000 bis 100.000 Toten, Verwundeten und Gefangenen, aber solche Angaben sind wohl Übertreibungen. Neben dem Hochmeister kam bis auf wenige Ausnahmen die gesamte Führungsschicht (Großgebietiger, Komture) des Ordens um. Die zumeist vollständig ausgeplünderten Gefallenen wurden in der Folge in Massengräbern beigesetzt, während man einzig die Leiche des Hochmeisters auf Weisung des Königs würdig zur Marienburg überführte.(Wikipedia)

Langfristig bedeutete die Niederlage in der Schlacht bei Tannenberg die wirtschaftlich vorteilhafte Anbindung Preußens an Polens Ressourcen und folglich für den Deutschen Orden den Anfang vom Ende seiner auf mittelalterlichen Rechtsbedingungen begründeten Territorialherrschaft in Preußen. Der Mythos von der „gottgewollten“ Unbesiegbarkeit des Ordensheeres wurde bei Tannenberg endgültig gebrochen. Es gelang zwar noch, die Marienburg gegen den Angriff der Polen und Litauer zu verteidigen, aber im Ersten Frieden von Thorn, am 1. Februar 1411, musste der Ordensstaat einige strittige Gebiete an Polen-Litauen abtreten und 100.000 Schock böhmische Groschen] Entschädigung zahlen. Seine wirtschaftliche und finanzielle Situation spitzte sich in der Folge dramatisch zu. Der Seehandel ging mit dem schleichenden Niedergang der Hanse zurück und es brachen latente Widersprüche, wie die Forderung der Ständebeteiligung an der Landesherrschaft und Fragen bei der Steuererbringung, innerhalb der preußischen Gesellschaft offen auf.(Wikipedia)

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Obelisk in der Grunwald-Gedenkstätte.

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Die Überreste der Kapelle des Großmeisters (die Steine wurden in Beton gegossen, damit sie nicht geklaut werden)

Ich wünsche allen eine gute Woche.
LG
Gabriele

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Über Gabryon

Ich male mir mein Leben bunt. Wie der Wind… Vom Sternzeichen bin ich Wassermann und somit ein Luftzeichen. Ich bin praktisch und kreativ veranlagt und philosophiere gerne. Ich mag die Natur, Mensch und Tier. Meine Interessen sind sehr vielseitig und ich will es nicht darauf reduzieren, was ich besonders gerne mag. Das eine liegt mir an manchen Tagen mehr als das andere und ich habe es zumindest ausprobiert, um zu entscheiden, ob es für mich etwas ist oder nicht. Geht nicht, gibt es bei mir nicht. Es gibt immer Wege und Möglichkeiten, es zu tun oder zu lassen. Ich bin wie der Wind. Unterschätze nie die Kraft des Windes.
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8 Antworten zu URLAUB ADÈ, III TEIL… DIE SCHLACHT UM TANNENBERG…GRUNWALD

  1. gelschter User schreibt:

    Hallo Gabriele,
    man sieht, die Zeiten des Paradieses sind schon lange vorbei.
    Des Menschen Urinstinkt scheint neben anderen der Streit zu sein – entweder im Kleinen oder im Großen, bei den Völkerschlachten.

    Aber mal zu sehen, wie die Menschen im Mittelalter lebten ist schon interessant!
    Mal ehrlich – wir sprechen doch auch schon des öfteren von „der guten, alten Zeit“ und der Faktor „Nostalgie“ boomt….
    Danke für Deinen tollen Eintrag mit den passenden Videos dazu, es war sehr lehrreich und interessant!
    Liebe Grüße und K-B-D
    Rika

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  2. lesenfrau schreibt:

    Liebe Gabriele,

    Dein Blog ist ein Rückblick in ein Stück Geschichte, das man so nicht kennt weil man meistens garnicht soviel Zeit hat, sich damit zu beschäftigen, interessant ist es aber.
    Diese altertümlichen Feste sind immer sehr schön und wenn man dann die Vergleiche mit unserer jetzigen Zeit anstellt,kann man sehen, wieviel leichter und einfacher heute die Arbeit auch gerade für Frauen ist, tauschen möchte ich nicht, aber sie haben es ja nicht anders gekannt.
    Ganz liebe Grüße von Biene

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    • Gabryon schreibt:

      Guten Abend liebe Biene,

      Ich mag gerne Geschichte und Geschichten. ….und irgendwann sind wir auch nur noch Geschichte bzw. wird man über den einen oder anderen, Geschichten erzählen. Vielleicht werden die zukünftigen Menschen auch mal sagen :“In der Zeit unserer Urgroßeltern hätte ich nicht leben wollen“.

      Ich wünsche Dir ebenfalls eine gute Woche.

      Ganz viele herzliche Grüße

      Gabriele

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  3. Joy-Lilly schreibt:

    Ein guter Beitrag. Das meiste hätte ich nicht gewußt.
    Und danke für die schönen Bilder 🙂

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  4. pacht45 schreibt:

    DANKESCHÖN
    für den geschichtlichen Überblick …
    für die erläuternden Videos und Bilder

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