GEDANKEN ÜBER DEN TOD……

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Liebe Freunde,

lange habe ich darüber nachgedacht, ob ich über das Thema „Tod“ schreiben soll. Anlass ist der gestrige Tod meines Onkels. Wie es einige von Euch bereits wissen, arbeite ich in der Sterbe- und Trauerbegleitung. Für viele Menschen ist es ein absolutes Tabu-Thema.

Es ist immer der Tod der anderen, nicht der eigene. Die meisten wollen nicht über den eigenen, bzw. den Tod geliebter Angehöriger nachdenken oder Vorsorge treffen, es sei denn, dass sie damit unmittelbar konfrontiert werden. Dabei ist der Tod der einzige Garant in unserem Leben. Er ereilt jeden. Ob arm oder reich, klug oder dumm, dick oder dünn, krank oder gesund, alt oder jung. Der Tod ist das Tor des Lebens. Sobald wir es betreten haben, den ersten Atemzug gemacht haben, sind wir des Todes gewiss. Wer stirbt schon gerne freiwillig?

Es gibt kein Ereignis, das so viele Anklagen über sich ergehen lassen muss wie der Tod! Der Tod findet im religiösen Leben, auf Friedhöfen und deren Gräbern und Inschriften, in Gedichten oder Liedern statt aber nicht im öffentlichen Leben. Dort wird er lieber totgeschwiegen. Wir sprechen nicht darüber, wir wollen nichts davon hören und auch nicht darüber nachdenken müssen. Er macht uns einfach Angst. Also bloß nicht daran rühren, denn er kommt ganz von alleine und noch früh genug.

Viele Menschen sind nicht in der Lage unbeschwert zu leben, da die Angst vor dem Tod sehr tief sitzt. Wir nehmen uns zu wichtig! Im Vordergrund unseres Lebens stehen Egoismus, Machtstreben, Besitz und Genuss! Dieses wird zum Selbstzweck erhoben. Wir erheben das eigene Ich zum Mittelpunkt der Welt.

Schon Goethe sagte: „Wenn einer 75 Jahre alt ist, kann es nicht fehlen, dass er mitunter an den Tod denke. Mich lässt dieser Gedanke in völliger Ruhe, denn ich habe die feste Überzeugung, dass unser Geist ein Wesen ist ganz unzerstörbarer Natur; es ist ein Fortwirkendes von Ewigkeit zu Ewigkeit. Es ist der Sonne ähnlich, die bloß unseren irdischen Augen unterzugehen scheint, die aber eigentlich nie untergeht, sondern unaufhörlich fortleuchtet.“ Wenn die Sonne sich zurückzieht, verblüht und verwelkt das organische Leben. Auch im Menschen verwelken und verblühen fortwährend alle Erlebnisse im Prozess des Vergessens, entziehen sich dem Licht des Bewusstseins und versinken in unbewusste Tiefen. Dort aber werden sie zu verborgenen Lebenskeimen und zur Geistesnahrung unseres unvergänglichen tieferen Selbstes, das die Lebensfrüchte einsammelt und langsam reifen lässt. So geht unserem ganzen Leben, das sich in der Hingabe an die Welt verbraucht und den Körper altern lässt, ein verborgener, innerer Werdeprozess parallel.

„Leben heißt, sich zu wandeln; und vollkommen sein heißt, sich oft gewandelt zu haben.“ (John Henry Newman) 

 

Wünsche ALLEN einen Augenblick innerer Einkehr und einen Tag voller Hingabe.

LG Gabriele.

 

Über Gabryon

Ich male mir mein Leben bunt. Wie der Wind… Vom Sternzeichen bin ich Wassermann und somit ein Luftzeichen. Ich bin praktisch und kreativ veranlagt und philosophiere gerne. Ich mag die Natur, Mensch und Tier. Meine Interessen sind sehr vielseitig und ich will es nicht darauf reduzieren, was ich besonders gerne mag. Das eine liegt mir an manchen Tagen mehr als das andere und ich habe es zumindest ausprobiert, um zu entscheiden, ob es für mich etwas ist oder nicht. Geht nicht, gibt es bei mir nicht. Es gibt immer Wege und Möglichkeiten, es zu tun oder zu lassen. Ich bin wie der Wind. Unterschätze nie die Kraft des Windes.
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14 Antworten zu GEDANKEN ÜBER DEN TOD……

  1. Gabryon schreibt:

    DANKE, DANKE AN ALLE…

    Ballade des äußeren Lebens

    Und Kinder wachsen auf mit tiefen Augen,
    Die von nichts wissen, wachsen auf und sterben,
    Und alle Menschen gehen ihre Wege.

    Und süße Früchte werden aus den herben
    Und fallen nachts wie tote Vögel nieder
    Und liegen wenig Tage und verderben.

    Und immer weht der Wind, und immer wieder
    Vernehmen wir und reden viele Worte
    Und spüren Lust und Müdigkeit der Glieder.

    Und Straßen laufen durch das Gras, und Orte
    Sind da und dort, voll Fackeln, Bäumen, Teichen,
    Und drohende, und totenhaft verdorrte …

    Wozu sind diese aufgebaut? und gleichen
    Einander nie? und sind unzählig viele?
    Was wechselt Lachen, Weinen und Erbleichen?

    Was frommt das alles uns und diese Spiele,
    Die wir doch groß und ewig einsam sind
    Und wandernd nimmer suchen irgend Ziele?

    Was frommt’s , dergleichen viel gesehen haben?
    Und dennoch sagt der viel, der »Abend« sagt,
    Ein Wort, daraus Tiefsinn und Trauer rinnt

    Wie schwerer Honig aus den hohlen Waben.

    Hugo von Hofmannsthal, 1896

    LG
    Gabriele

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  2. gelschter User schreibt:

    Hallo liebe Gabriele,

    einen lieben Menschen zu verlieren ist sehr schlimm.
    Das mein lieber Papa schon fast 9 Jahre tot ist, kann ich kaum glauben. Ich denke jeden Tag an den Tag, an dem er starb. Es war für uns alle unfassbar…und ist es heute noch. Er fehlt uns allen sehr.
    Ich fühle mit dir und drücke dich mal ganz doll!

    Von mir gibt es heute für euch alle dies:

    Dein Schutzengel

    Für Dich hat ein Engel den Himmel verlassen
    um schützend an Deiner Seite zu wachen.
    Du kannst ihn zwar nicht seh´n
    doch wird er jeden Schritt nun mit Dir gehn .
    Er hat es sich zur Pflicht gemacht …
    und gibt jetzt auf Dein Leben acht .

    Liebe Grüße,
    siene
    :wave:

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  3. gelschter User schreibt:

    Hallo Gabriele,
    ich denke oft an Dich, wie es Dir jetzt gehen mag.
    Ich hoffe, dass es Dir gut geht und wünsche Dir alles Liebe!

    L.G. Rika

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  4. gelschter User schreibt:

    Liebe Gabriele

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  5. Gabryon schreibt:

    Ich möchte mich ganz herzlich für die weiteren Anteilnahmebekundungen bedanken bei:

    Traudl – die immer sachlich aber liebevoll kommentiert,

    Achim – der immer die passenden Worte findet,

    Narnid – der viel Herz zeigt,

    Chrisi – die mitfühlend ist,

    Martina – die liebevoll und tröstend ist.

    Danke Ihr Lieben. Obwohl ich für jeden von Euch eine Eigenschaft gewählt habe, wäre es nach meinem Empfinden dennoch nicht ganz gerecht, denn Ihr seid alle samt mit ganz viel Herz, tröstend, mitfühlend, und habt die richtigen Worte an mich gegeben. Danke,
    meine lieben Freunde.

    Ich wünsche allen einen schönen Valentinstag, einen Tag voller Liebe und ein schönes Wochenende.

    LG
    Gabriele

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  6. n8eule schreibt:

    Liebe Gabriele,

    Menschen die wir lieben,
    bleiben für immer,
    denn sie hinterlassen
    ihre Spuren in
    unseren Herzen.

    Mein aufrichtiges Beileid.

    Liebe Grüße
    Martina

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  7. powerfjord schreibt:

    Hallo Gabriele,
    meine aufrichtige Anteilnahme!

    Ich wünsche dir alle Kraft für die kommende schwere Zeit.

    Chrisi

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  8. narnid schreibt:

    Mein Beileid!

    Abschied zu nehmen von einem Menschen ist immer schwer.
    Viel Kraft wünsche ich dir in dieser schweren Zeit der Trauer.

    Beim Aufgang der Sonne
    und bei ihrem Untergang
    erinnern wir uns an sie;
    Beim Wehen des Windes
    und in der Kälte des Winters
    erinnern wir uns an sie;
    Beim Öffnen der Knospen
    und in der Wärme des Sommers
    erinnern wir uns an sie;
    Beim Rauschen der Blätter
    und in der Schönheit des Herbstes
    erinnern wir uns an sie;
    Zu Beginn des Jahres und wenn es zu Ende geht, erinnern wir uns an sie;
    Wenn wir müde sind
    und Kraft brauchen,
    erinnern wir uns an sie;
    Wenn wir verloren sind
    und krank in unserem Herzen
    erinnern wir uns an sie;
    Wenn wir Freude erleben,
    die wir so gern teilen würden
    erinnern wir uns an sie;
    So lange wir leben,
    werden sie auch leben,
    denn sie sind nun ein Teil von uns,
    wenn wir uns an sie erinnern.

    jüdisches Gebetbuch

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  9. pacht45 schreibt:

    Liebe Gabriele,
    ich möchte hier meine aufrichtige Anteilnahme zum Ausdruck bringen …

    In diesem Sinne gehe ich davon aus,
    dass TRAUER und HOFFNUNG gleichermaßen
    in den nächsten Tage und Wochen
    Dich in Deinem Alltag begleiten mögen …

    Ich nehme Dich einfach mal lieb in den Arm … PachT

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  10. Struppi-2009 schreibt:

    Hallo Gabriele,
    ich möchte hiermit mein aufrichtiges Beileid aussprechen.

    Du hast einen sehr schönen Beitrag zum Tod geschrieben und nächste Woche ist Aschermittwoch -ein Tag an dem wir ebenfalls an das Vergängliche denken.

    Den Tod soll man akzeptieren.
    In letzter Konsequenz können wir uns nur von unserer Angst vor dem Sterben frei machen, wenn wir lernen, unseren Tod als etwas ganz Natürliches zu akzeptieren.

    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.
    Viele Grüße
    Traudl

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  11. Gabryon schreibt:

    Liebe Biene,
    danke für Deinen Eintrag und Deine Anteilnahme.
    Der Trauerspruch gibt Trost und Hoffnung. Meiner lautet: „In Gott bleibt alles bewahrt, was wir verlieren.“ Oder: „Der Tod findet die erdische Lücke.“ Diese zwei Sprüche, und viele andere, stammen aus der Feder meiner Tante, die Schriftstellerin war.

    Ich wünsche Dir und den Deinigen ein erholsames und schönes Wochenende.

    Ganz viele herzliche Grüße
    Gabriele

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  12. lesenfrau schreibt:

    Liebe Gabriele,

    auch von mir erst mal mein Beileid, es ist immer schwer einen geliebten Menschen gehen zu lassen Nichts ist so gewiß wie die Geburt und der Tod, es begleitet uns ein Leben lang. Viele alte Menschen sehnen den Tod herbei weil sie krank sind, Schmerzen leiden oder weil das Leben einfach keine Qualität mehr für sie hat, die trauernden Angehörigen bleiben mit ihrem Schmerz zurück. Aber was kommt nach dem Tod, hier ein Trauerspruch den ich sehr mag:

    Denk Dir ein Bild – weites Meer
    ein Segelschiff setzt seine weissen Segel
    und gleitet hinaus in die See.
    Du siehst wie es kleiner und kleiner wird.
    Wo Wasser und Himmel sich treffen, verschwindet es.
    Da sagt jemand: „Nun ist es gegangen!“
    Ein anderer sagt: „Es kommt!“

    Liebe Gabriele, ich wünsche Dir weiterhin Kraft um alles bevorstehende zu meistern, lieben Gruß Biene

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  13. gelschter User schreibt:

    Hallo Gabriele,
    zuerst möchte ich Dir mein Beileid zum Tod Deines Onkels aussprechen. Tot ist nicht, wer gestorben ist, tot ist nur, wer vergessen wird.

    Ich denke, dass nicht der Tod selbst den Menschen Angst macht, sondern die Umstände, die zum Tod führen.
    Auch ich habe bereits viele Menschen sterben sehen, bei vielen hatte ich den Eindruck, dass sie froh waren, endlich gehen zu können. Andere kämpften gegen den Tod an. Man kennt ja den Übergang nicht, viele Menschen fürchten sich vor dem Unbekannten, welches sie erwartet.
    Auf jeden Fall ist es für die meisten Angehörigen und Freunde oftmals eine sehr emotionale Phase – bleiben sie doch mit ihrer Trauer und vielen unausgesprochenen Worten zurück. Trost gibt oft nur die Erkenntnis, dass der Verstorbene „nicht leiden musste“ oder dass er ein „ausgefülltes, langes Leben“ hatte.
    Ich wünsche Dir Kraft und Zuversicht.
    Herzliche Grüße von Rika

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    • Gabryon schreibt:

      Liebe Rika,
      danke für Deinen lieben Eintrag und Deine Anteilnahme. Im Moment spielt sich bei uns so vieles ab und somit ist auch meine Anwesenheit in Person gefordert. Die Arbeit mit anderen Menschen ist mir z. Z. nicht möglich, denn ich werde in der Familie gebraucht. Es ist ein wichtiger Weg, den ich gehe.

      Ich wünsche Dir und den Deinigen ein erholsames und schönes Wochenende.
      Ganz viele herzliche Grüße
      Gabriele

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