GEDICHTE: Der arme Fischer, Charlotte von Ahlefeld,

Wenn des Flusses klare Wellen
Mondbeglänzt vorüber ziehn,
Schau ich trübe nach den hellen
Fenstern ihres Schlosses hin.

Und es zittern bange Schauer
Mir durch Mark und durch Gebein,
Denn in hoffnungsloser Trauer
Muss ich mich der Sehnsucht weihn.

Ach ich kann sie nicht erreichen!–
An der Gluth, die mich zerstört,
Wird mein Leben bald verbleichen,
Ungeliebt und ungehört.

Seit mein Auge sie gesehen,
Ist verwandelt mein Gemüth,
Und ich muss vor ihr vergehen,
Wie ein Frühlingstag verblüht.

Seht, mein leichtes Fahrzeug schwanket
Nicht mehr munter auf der Fluth,
Denn der Fischer ist erkranket
Und erloschen ist sein Muth.

O wie freudig wollt‘ ich sterben,
Könnt‘ ich nur im Tode mir
Einen Blick der Huld erwerben;
Eine Thräne nur von ihr!

Aber ach, auf ihrer Höhe
Ahnet wohl die Stolze nicht,
Dass für sie in stummen Wehe
Bald das Herz des Fischers bricht.

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GEDICHTE: Beim Abschied, Charlotte von Ahlefeld (1781-1849)

Wirst Du in der Ferne mein gedenken,
Wenn die Welt geräuschvoll Dich zerstreut?
Wirst Du oft mir stille Stunden schenken,
Der Erinnrung unsres Glücks geweiht?

Wird kein neues Band mir Dein Vertrauen,
Keines Deine Liebe mir entziehn?
Kann ich ganz auf Deine Treue bauen,
O so nimm mein Herz auf ewig hin!

Immer bleibt es zärtlich Dir ergeben,
Auch wenn nie mein Blick Dich wiedersieht.
Wenn getrennt von Dir mein trübes Leben
Wie ein Seufzerhauch vorüber flieht.

Ach so viele heucheln nur Gefühle
Einer nie gekannten Innigkeit;
Und in dem zerstreuenden Gewühle
Endet schnell der Schwur der Ewigkeit.

Darum will ich nicht Dir Treue schwören,
Aber fest und liebend halt‘ ich sie,
Und die Zukunft soll Dir ewig lehren
Deiner Freundin Herz vergisst Dich nie.

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GEDICHTE: Herr Olaf, Therese Dahn (1845 – 1929), Schriftstellerin

Enchanted Forest

Was gehst Du, Herr Olaf, so ganz allein
In den dunklen Wald bei’m Mondenschein?
Hörtest Du von dem Mädchen nicht,
Das einsam wandelt im Mondenlicht?

Mit weißem Leib und süßem Kuß,
Und wer sie begegnet, sterben muß. –
Der Wald ist tief, die verschlaf’nen Fichten
Flüstern und träumen von alten Geschichten, –
Herr Olaf wandelt mit traurigem Sinn
Auf einsamem Pfad zu den Tannen hin.

Da flüstern im Grunde die Tannen leis‘,
Und es huscht durch die Zweige schneeigweiß;
Herr Olaf lauscht mit süßem Beben
Und sieht heran das Waldkind schweben:
Den Nacken von goldigen Locken umwallt,
Ein Schleier verhüllt die süße Gestalt. –

So steht sie vor ihm, stumm und bleich,
Im Auge meertiefes Himmelreich.
»Und wenn ich verderben und sterben muß!
Ich trinke vom Munde Dir süßen Kuß!«
Herr Olaf rief’s mit heißem Begehren: –
Nie sahen die Menschen ihn wiederkehren.

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GEDICHTE: Ach weh mir unglückhaftem Mann, Felix Dahn (1834 – 1912) – Schriftsteller,

Ach weh mir unglückhaftem Mann,
daß ich Geld und Gut nicht habe,
sonst spannt’ ich gleich vier Schimmel an
und führ’ zu dir im Trabe.

Ich putzte sie mit Schellen aus,
daß du mich hört’st von weitem,
ich steckt’ ein’n großen Rosenstrauß
an meine linke Seiten.

Und käm’ ich an dein kleines Haus,
tät’ ich mit der Peitsche schlagen,
da gucktest du zum Fenster ’naus:
Was willst du? Tät’st du fragen.

Was soll der großen Rosenstrauß,
die Schimmel an dem Wagen?
Dich will ich, rief’ ich, komm heraus!
Da tät’st du nimmer fragen.

Nun, Vater, Mutter, seht sie an
und küßt sie rasch zum Scheiden,
weil ich nicht lange warten kann,
meine Schimmel wolln’s nicht leiden.

Ach weh mir unglückhaftem Mann,
daß ich Geld und Gut nicht hab’.

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GEDICHTE: Nacht, besternte, unter deinen Schleiern, Théodore de Banville

Nacht, besternte, unter deinen
Schleiern, Lüften, deinen Düften
– voller Trauer seufzt die Leier –
träum’ ich längst verfloss’ner Liebe nach.

Tief im Herzen ist erblüht mir
diese Wehmut, bittersüß –
höre meiner Liebsten Seele,
die den Wald, der träumt, durchbebt.

Unter Laubes Schattendache,
wenn allein ich leise seufze,
kehrst erweckte, arme Seele
du zurück im weißen Tuch.

Deinen Blick, ich seh ihn wieder
dort am Quell, blau wie der Himmel
diese Rose ist dein Odem,
deine Augen diese Stern’.

© Bertram Kottmann,
Aus dem Französischen

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GEDICHTE: Der Lenz, Théodore de Banville (1823 – 1891)

Trittst ein mit Lachen ins Jahr!
Der Flieder blüht doldenschwer.
Die Liebenden lieben dich sehr
und lösen ihr fließendes Haar.

Goldglänzender Strahlen Schar
bedrängt alten Efeu sehr.
Trittst ein mit Lachen ins Jahr!
Der Flieder blüht doldenschwer.

Komm, sind wir am Weiher ein Paar,
dass flieht alle Qual und Beschwer!
Dass Hoffnungen kühn und hehr
unser pochendes Herz erfahr.
Trittst ein mit Lachen ins Jahr!

Aus dem Französischen von
© Bertram Kottmann

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GEDICHTE: Lieben wir uns, Théodore de Banville (1823 – 1891) – Französischer Dichter und Schriftsteller

Lieben, lieben wir uns und ruhen,
ohne uns um die übrige Welt zu kümmern.
Solange wir uns lieben, wird
weder die Flut des Meeres noch der Sturm aus den Bergen
deinen blonden Nacken beugen,
denn die Liebe ist stärker
als die Götter und der Tod!

Die Sonne würde sich verfinstern,
auf dass dein Teint noch heller werde,
der Wind, der die Bäume bis zur Erde neigt,
traute sich nicht, im Vorüberwehen
mit deinem Haar zu spielen,
solange du deinen Kopf
in meinen Armen birgst!

Und wenn unsere beiden Herzen
in glückliche Gefilde ziehen,
wo Himmelslilien unter unseren Tränen aufblühen,
dann werden sich, wie zwei Blumen,
unsere Lippen voller Liebe begegnen
und danach trachten,
den Tod in einem Kuss zu verzehren!

Aus dem Französischen von © Bertram Kottmann:

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GEDICHTE: III. Abschied, Mathilde von Bayern

Wir standen stumm uns gegenüber,
die Augen heiß, der Atem schwer.
Jäh brannten alle Kerzen trüber.
Und heitre Menschen um uns her!

Da nahmst du zitternd meine Hände,
wir schwiegen, blickten irr im Kreis —
und wußten wohl: Dies war das Ende!
Und deine Lippen wurden weiß.

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GEDICHTE: II. Zigeunermusik Mathilde von Bayern (1877 – 1906)

Ein Geigenschluchzen, Jauchzen, Singen
ein herzverwirrendes Getön!
Ein leidenschaftlich schwüles Klingen,
erschreckend fast, und dennoch schön!

Noch wucherten am Felsgelände
die wilden Rosen weiß und rot —
und fühlten schon die Sommerwende
und fühlten schon den nahen Tod.

Da war’s, als ob die Geigen sängen:
„Mein Glück, ich rufe! Hörst du mich?“
Ein Widerhall in Cymbalklängen:
„Ich liebe, liebe, liebe dich!“

Froh ging ein wirres Leutewandern
durch Blumenwege, reich geschmückt —
wir beide einsam, fern den andern,
zu blauem Eiland still entrückt!

Es sprach ein Blick nur, den wir tauschten –
ein Suchen, ach, und doch ein Fliehn –
und unsre Seelen träumten, lauschten
den glutdurchwühlten Melodien.

Doch alles Trunkene und Heiße
in dieser Geigen wildem Sang
verwandelte sich zart und leise
für uns in heiligreinen Klang.

Gewiegt von weltverlornen Fluten,
umglänzt von aller Freude Schein,
genossen wir in süßen Gluten
das scheue Glück: uns nah zu sein.

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Gedichte: Träumerei, Mathilde von Bayern (1877 – 1906)

Ich denk‘ an meine Bergwaldfee
in banger Stunde gern – –
Grün träumend wie der Gletschersee,
so glänzt ihr Augenstern.

Ihr Kleid ist weich und seidenhell,
ihr Mund geheimnisvoll, ihr
Lachen tönt, als wär’s ein Quell,
der mit dem Frühling schwoll.

In ihrem dunklen Haar als Zier
trägt sie die Almenros‘,
und all des Waldes wild Getier
spielt zahm um ihren Schoß.

Und mit der schmalen Zauberhand
zeigt sie ein Paradies,
ein wahres Märchenwunderland,
wie Kindermärchen süß!

Und wenn sie spricht, so lauscht der Wald
und atmet leis – und blüht –
und ihre Rätselstimme hallt
gleich einem Himmelslied.

Es stellt der Wind sein Wehen ein,
es neigen sich verzückt
die purpurfarbnen Akelein,
von Träumen sanft umstrickt.

Forellen springen aus der Flut,
verschleiert ruht die Flur,
und rot umschlingt in Liebesglut
der Abend die Natur — —

Da schweigt der Heimat schöne Fee,
sie lächelt mir und winkt
und schwindet blau zum Firnenschnee
und Stern um Stern erblinkt.

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GEDICHTE: Hoffnung, Mathilde von Bayern (1877 – 1906)

Das Glück entfloh mir und huschte vorbei,
scheu wie das flüchtende Reh,
und wiederum harr‘ ich auf Frühling und Mai,
bis die Kirschen blühen am See.

Ob auch die Hoffnung gefangen liegt
in weißer, in frierender Haft,
sie träumt von der Lerche, die trillernd fliegt!
Und Sonne hat siegende Kraft!

Gedulde dich, du mein zagendes Herz!
Laß schneien, so weiß es mag!
Will hoffen im Frost, will jubeln im Schmerz:
Mein wartet ein blühender Tag!

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GEDICHTE: Wir sitzen da mit wenig Haaren, Peter Baum (1869 – 1916) – Deutscher Schriftsteller

Wir sitzen da mit wenig Haaren,
Als seien eben wir geboren,
Und sind doch lange schon bei Jahren.

Gesichte immer sich enthüllen,
Als wären wir noch junge Füllen
Mit Zukunftsrauschen in den Ohren.

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GEDICHTE: Die Lieder, Eduard von Bauernfeld, (1802 – 1890) – Österreichischer Dichter

Wie bunte Blumen sind die frischen Lieder,
Vom Sonnenblick des Lebens neu erregt,
Und trocknen Blumen gleichen sie dann wieder,
Die man, ein holdes Mal, in’s Buch gelegt;
Ein Himmel von Erinnerung steigt nieder,
Wenn man die Blätter von einander schlägt;
So sind die Lieder auch — sie geben Kunde
Von schöner oder schmerzlich süßer Stunde.

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GEDICHTE: Nachtigall, Eduard von Bauernfeld, (1802 – 1890) – Österreichischer Dichter

Nie gerne mag ich schreiten durch die Nacht,
Wenn Ruhe waltet und Selene wacht!
Da — horch! ertönt der Ruf der Nachtigall,
Zum Schlag verstärkt sich bald der schwache Schall!

Er steigt, er fällt — er hebt sich und zerfließt,
Bis er in einen Ton sich hell ergießt —
Die Kehle, die ihn singt, versteht ihn nicht,
Ihn fühlt die Menschenbrust, der er gebricht!

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GEDICHTE: Lieben wir uns, Théodore de Banville (1823-1891) – Französischer Dichter und Schriftsteller

Lieben, lieben wir uns und ruhen,
ohne uns um die übrige Welt zu kümmern.
Solange wir uns lieben, wird
weder die Flut des Meeres noch der Sturm aus den Bergen
deinen blonden Nacken beugen,
denn die Liebe ist stärker
als die Götter und der Tod!

Die Sonne würde sich verfinstern,
auf dass dein Teint noch heller werde,
der Wind, der die Bäume bis zur Erde neigt,
traute sich nicht, im Vorüberwehen
mit deinem Haar zu spielen,
solange du deinen Kopf
in meinen Armen birgst!

Und wenn unsere beiden Herzen
in glückliche Gefilde ziehen,
wo Himmelslilien unter unseren Tränen aufblühen,
dann werden sich, wie zwei Blumen,
unsere Lippen voller Liebe begegnen
und danach trachten,
den Tod in einem Kuss zu verzehren!

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GEDICHTE: Auf zur Freude, Ludwig Amandus Bauer (1803 – 1864)

Lasst ab von eurem Klageton
Ihr Sänger aller Ordens
Und hebt die Freude auf den Thron
In Tönen und in Worten.
Die Welt ist reich an Licht und Glanz,
Die junge, frische Dirne,
O drücket euren reichsten Kranz
Auf ihre glatte Stirne!

Das Lied ist Freud’, die Freud’ ein Lied,
Das wird euch nie verklingen,
Und wenn den Himmel Nacht umzieht,
Es wird die Nacht durchdringen.
Und selbst dem Gott, der Oben thront,
Klingt sie wie Festgeläute,
Singt ihm getrost, was in euch wohnt,
Er ist ein Gott der Freude!

Der Wein ist, Freud’, die Freud’ ist Wein,
O trinkt in vollen Zügen,
In solchem Trank muss Wahrheit sein,
Und Freude kann nicht trügen.
Zerschlagt den Becher nur getrost
Und bleibet unverdrossen,
Euch bleibt, wie rings der Sturm auch tost,
Das Glück, das ihr genossen.

Die Lieb’ ist Freud’, die Freud’ ist Lieb’,
Lasst hoch die Herzen schlagen
Und tragt’s, wenn einst nur Leib Euch blieb,
Wie ihr die Lust getragen!
Glückauf! — Und schenket allerwärts
Mit jugendfrischem Triebe,
Der Liebe euer frohes Herz,
Der Freude eure Liebe!

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GEDICHTE: Im Dorfe, Ludwig Amandus Bauer (1803 – 1864)

Kindergeschrei gar munter
Erschallt, — die Schul’ ist aus,
Und schnell das Dorf hinunter
Geht’s nun ins Vaterhaus.

Zum Fenster mit Brill und Perücke
Guckt der Schulmeister heraus,
Kein Auge schaut zurücke
Nach seinem engen Haus.

So hab’ auch ich verlassen
Die dunkle, dumpfige Stadt,
Die Brillengesichter, die blassen,
Die hab’ ich herzlich satt.

Ich zog mit Stock und Tornister
Wohl in die Welt hinaus,
Fahrt wohl, ihr bleichen Philister,
Juchhe, die Schul’ ist aus!

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GEDICHTE: Februar, Otto Baisch (1840 – 1892)

Grinsende Larven, Mummenschanz,
Fastnachtspossen und Flitterglanz
Sagen dir deutlich: du musst, um auf Erden
Lustig zu sein, zum Narren erst werden.
* * *
Wie viel auch der Übermut Freude versprach,
Stets hinkt ihm ein Aschermittwoch nach.
* * *
Kommt nicht zu bald, ihr Veilchen!
Zögert lieber ein Weilchen!
Wer sich zu sehr verfrühte,
Zahlt es mit kurzer Blüte

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GEDICHTE: Wintermorgen im Hochgebirge, Otto Baisch (1840 – 1892)

Wie wunderbar
Auf Bergespfaden im Januar!
Geheimnisvoll knistert, wohin ich geh‘,
Mir unter den Füßen der dichte Schnee,
Den nirgends, wie weit auch mein Weg mich führt,
Bisher ein menschlicher Schritt berührt.

Nichts weit und breit
Als weiße, schimmernde Einsamkeit;
Kaum dass verstohlen ein Reh einmal
Hinunter äugt ins verschneite Tal.
Wie weltfremd fühlt sich die Seele da —
Dem Leben so fern, dem Himmel so nah!

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GEDICHTE: Im Sturm, Otto Alexander Banck, (1824 – 1916)

Sei tapfer, wenn die Masten krachen,
Daß du nicht schreckversteinert stehst;
Du wirst die Wogen dienstbar machen
Sobald du klug das Steuer drehst.

Laß‘ die verzweifelnden Gedanken,
Daß sich dein Compaß nicht verirrt
Und nie dein Schiff aus sicher’n Schranken
Der off’nen See zur Brandung irrt.

Gern packt das Unglück deine Schwächen.
O, kämpfe, daß du nicht erliegst,
Und kannst du auch den Sturm nicht brechen,
So brich‘ nur selbst nicht und du siegst!

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