OB LA DI, OB LA DA …, ET KÜTT, WIE ET KÜTT …,

 

Ob-La-Di Ob-La-Da ist ein nigerianischer Spruch aus der Sprache der Yoruba und bedeutet so viel wie: „Es kommt, wie es kommt“.

Und hier ist das rheinische Grundgesetz, mit einer sehr positiven Einstellung zum Lebenssinn:

Et Rheinisch Jrundjesetz:

Artikel 1: Et es wie et es.
(„Es ist, wie es ist.“)
Sieh den Tatsachen ins Auge, du kannst eh nichts ändern.

Artikel 2: Et kütt wie et kütt.
(„Es kommt, wie es kommt.“)
Füge dich in das Unabwendbare; du kannst ohnehin nichts am Lauf der Dinge ändern.

Artikel 3: Et hätt noch emmer joot jejange.
(„Es ist noch immer gut gegangen.“)
Was gestern gut gegangen ist, wird auch morgen funktionieren.
Oder auch: Wir wissen es ist Murks, aber es wird schon gut gehen.

Artikel 4: Wat fott es, es fott.
(„Was fort ist, ist fort.“)
Jammer den Dingen nicht nach und trauer nicht um längst vergessene Dinge.

Artikel 5: Et bliev nix wie et wor.
(„Es bleibt nichts wie es war.“)
Sei offen für Neues.

Artikel 6: Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet.
(„Kennen wir nicht, brauchen wir nicht, fort damit.“)
Sei kritisch, wenn Neuerungen überhand nehmen.

Artikel 7: Wat wells de maache?
(„Was willst du machen?“)
Füg dich in dein Schicksal.

Artikel 8: Maach et joot, ävver nit zo off.
(„Mach es gut, aber nicht zu oft.“)
Qualität über Quantität.

Artikel 9: Wat soll dä Kwatsch / Käu?
(„Was soll das sinnlose Gerede?“)
Stell immer die Universalfrage.

Artikel 10: Drinks de ejne met?
(„Trinkst du einen mit?“)
Komm dem Gebot der Gastfreundschaft nach.

Artikel 11: Do laachs de disch kapott.
(„Da lachst du dich kaputt.“)
Bewahr dir den Humor.

Falls Artikel 3 einmal nicht zutreffen sollte:
„Notstandsgesetz“:
Et hätt noch schlimmer kumme künne.
(„Es hätte noch schlimmer kommen können.“)

„Wohlstandsgesetz“:
Mer muss och jünne könne!
(„Man muss auch gönnen können.“)
Sei weder neidisch noch missgünstig!

Anti-Stress-Gesetz:
Mer muss sisch och jet jünne könne!
(„Man muss sich auch etwas gönnen können.“)
Nur in einem gesunden Körper wohnt auch ein gesunder Geist.
Oder: Das Gebot zur Nächstenliebe bedeutet nicht, dass man den eigenen Körper und Geist lieblos behandeln soll.

Mäht nix!
(„Es macht nichts.“)

Jede Jeck is anders!
(„Jeder Narr ist anders!“)
Übe Toleranz und Nachsicht dem anderen gegenüber, weil man selbst unvollkommen ist.

Hammer immer su jemaat!
(„Haben wir immer so gemacht!“)

Levve und levve losse!
(„Leben und leben lassen!“)

Nit alles, wat en Loch hätt, is kapott!
(„Nicht alles, was ein Loch hat, ist kaputt!“)
Lass dich vom desolaten Zustand einer Sache nicht täuschen!

 

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Man könnt‘ erzogene Kinder gebären…, Johann Wolfgang von Goethe

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Helene Souza / pixelio.de

Man könnt‘ erzogene Kinder gebären,
Wenn die Eltern erzogen wären.

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DER GUTE RAT AN DIESEM TAG:

Alte und Bekannte sind nicht an Förmlichkeit gebunden.

aus China

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Was willst du…, Johann Wolfgang von Goethe

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birgitH / pixelio.de

„Was willst du, redend zur Menge,
Dich selbst fürtrefflich preisen?“
Cato selbst war ruhmredig, der Strenge,
Plutarch will’s ihm gar ernst verweisen.

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DER GUTE RAT AN DIESEM TAG:

Wer Arznei schluckt,
aber die Diät nicht wahrt,
bemüht den Arzt vergebens.

aus China

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Zur Unzeit…, Johann Wolfgang von Goethe

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Oliver Mohr / pixelio.de

Deshalb er sich zur Unzeit
Mit Schwiegertochter und Sohn entzweit,
Auch eine junge Frau genommen,
Welches ihm gar nicht wohl bekommen;
Wie Kaiser Friedrich der Letzte
Väterlich auseinandersetzte.

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DER GUTE RAT AN DIESEM TAG:

Wer mit vierzig verhasst ist,
bleibt so bis ans Lebensende.

aus China

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Mit sich selbst zu Rate gehn…, Johann Wolfgang von Goethe

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Mit sich selbst zu Rate gehn,
Immer wird’s am besten stehn:
Gern im Freien, gern zu Haus,
Lausche da und dort hinaus
Und kontrolliere dich für und für,
Da horchen alt und jung nach dir.

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DER GUTE RAT AN DIESEM TAG:

Den Acker und die Frau gib an niemand weiter.

aus China

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Cato wollte…, Johann Wolfgang von Goethe

Cato der Jüngere (Statue von Jean-Baptiste Romand und François Rude, 1840)

Cato wollte wohl andre strafen;
Selbander mocht‘ er gerne schlafen.

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DER GUTE RAT AN DIESEM TAG:

Drei Becher Wein verlangt der Anstand,
ein Rausch löst tausend Sorgen auf.

aus China

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2. ADVENT …

2. AdventALLEN
meinen Freunden und Lesern
wünsche ich
einen schönen und frohen
2. ADVENT

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Erlauchte Bettler…, Johann Wolfgang von Goethe

Bettler in Teheran um 1880. Ein Bild von Antoin Sevruguin. Um 1880.

Erlauchte Bettler hab‘ ich gekannt,
Künstler und Philosophen genannt;
Doch wüsst‘ ich niemand, ungeprahlt,
Der seine Zeche besser bezahlt.

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DER GUTE RAT AN DIESEM TAG:

Auch wenn ein alter Traber an der Krippe steht,
möchte er noch tausend Li galoppieren.

aus China

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Was hat dich nur von uns entfernt?…, Johann Wolfgang von Goethe

Ruinen des Apollontempels in Delphi, wo Plutarch ab 95 n. Chr. als Priester tätig war

„Was hat dich nur von uns entfernt?“
Hab‘ immer den Plutarch gelesen.
„Was hast du denn dabei gelernt?“
Sind eben alles Menschen gewesen.

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DER GUTE RAT AN DIESEM TAG:

Selbst ein Lahmer kann in die Spur des Tigers treten.

aus China

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Ich bin ein armer Mann…, Johann Wolfgang von Goethe

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Tommelom / pixelio.de

„Ich bin ein armer Mann,
Schätze mich aber nicht gering:
Die Armut ist ein ehrlich Ding,
Wer mit umgehn kann.“

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DER GUTE RAT AN DIESEM TAG:

Wenn es nach den Menschen ginge,
gäbe es keine Armen mehr.

aus China

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Besser betteln als borgen!…, Johann Wolfgang von Goethe

Der heilige Martin und der Bettler, El Greco, 1597/99

Besser betteln als borgen!
Warum sollen zwei denn sorgen?
Wenn einer sorgt und redlich denkt,
Kommt andrer wohl und heiter und schenkt.
Das sind die besten Intressen,
Die Schuldner und Gläubiger vergessen.

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DER GUTE RAT AN DIESEM TAG:

Wie sollte man aus einem Baum
ein ganzes Haus bauen können?

aus China

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